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27.02.1998 - 

Unixware auf drittem Platz

SCO verhandelt in Kürze mit Intel und Compaq

Ein Millionen-Betrag werde über den Tisch gehen, so beschreibt ein nicht genannter SCO-Vertreter gegenüber der CW-Schwesterpublikation "Infoworld" die Verhandlungen, die sein Unternehmen in den nächsten Tagen mit Intel und Compaq führen wird. Beide Branchenriesen würden in Unixware investieren, um es als Standardbetriebssystem für Intel-Server im gehobenen Leistungsbereich zu unterstützen.

Deutlich nüchterner beurteilt Richard Fichera von den Marktforschern der Giga Group die vorab durchgesickerten SCO-Informationen. Selbstverständlich hätten Intel und Compaq ein großes Interesse daran, die Kompetenz ihrer Plattform auf Unternehmensebene zu beweisen. Allerdings würde dabei keiner von beiden nur auf ein Betriebssystem als Standard setzen. Intel sei es gleichgültig, wer den Kampf am OS-Markt gewinnt, und Compaq sitze mit der Übernahme von Digital Equipment und DEC Unix ohnehin zwischen den Stühlen, so Fichera.

NT 5.0 scheidet vorerst aus

Ähnlich interpretiert Mary Hubley von der Gartner Group die Situation. Die Analystin erklärt sich Intels Initiative auch damit, daß NT 5.0 anfangs noch nicht die 64-Bit-Architektur des Merced-Chips nutzen kann. Deshalb kooperiere Intel beispielsweise auch mit den Unix-Anbietern Sun und SCO.

Daß SCO eine wachsende Attraktivität als Partner zukommt, belegen die jüngsten Zahlen der International Data Corp. (IDC). Die vom britischen Informationsdienst "Computergram" zitierten Marktforscher bescheinigen dem Hersteller den Verkauf von 288000 Unix-Lizenzen im Jahr 1997. Damit liegt die Systemsoftware zwar weit abgeschlagen hinter Windows NT und Netware zurück, dennoch konnte sie OS/2 mit 266000 abgesetzten Lizenzen überrunden und rückte so auf Platz drei vor. Bemerkenswert daran ist laut IDC, daß der an Stückzahlen gemessene Umsatz von SCO um 27 Prozent gestiegen ist, während er im gesamten Unix-Segment nur ein Plus von 15 Prozent erreicht. Den Marktanteil von Unixware geben die Analysten inzwischen mit 40 Prozent an.