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25.10.1991 - 

Netzanbietern wird der DOS-Markt zu eng

SCO vertreibt die Unix-Version des LAN Managers von Microsoft

MÜNCHEN (CW) - Die Santa Cruz Operation (SCO) erhält Zulauf von proprietären LAN-Anbietern. Während die mit Banyan betriebene Öffnung des Vines-Netzes für das Unix-Betriebssystem noch bis 1992 auf sich warten läßt, beginnt das Unternehmen bereits jetzt mit der Auslieferung der Unix-Version des LAN Managers von Microsoft. Außerdem setzt SCO auch auf das nahezu offene TCP/IP-Protokoll und Suns PC/NFS.

"Die Netzwerke der Anwender sind heterogen, daher müssen auch wir alle wichtigen Netzlösungen anbieten, begründet SCO-Geschäftsführer Jesse Young das breitgefächerte Angebot seines Unternehmens. Von den wichtigen Netzanbietern fehlt in der SCO-Palette nur noch der frischgebackene IBM-Partner Novell.

Die Anwender werden durch die Freigabe des LAN Managers für Unix von SCO und Microsoft sowie durch den Hardwarehersteller NCR in ihrer gegenüber der Fachzeitschrift "Computerworld" geäußerten Meinung bestätigt, daß Unix dabei ist, OS/2 als LAN-Betriebssystem zu überrunden. Die Multitasking-Fähigkeit von Unix, so heißt es dort, sei der von OS/2 überlegen. Außerdem ließen sich dort von einer einzigen Maschine weit mehr Netzfunktionen unterstützen als mit klassischen PC-Servern.

Der jetzt freigegebene Unix-LAN-Manager wird von Microsoft als erstes Client-Server-Netzsystem bezeichnet, auf dessen Basis Minis und PCs gemeinsam in heterogenen Rechnerumgebungen Dateien nutzen können.

Das Produkt ermöglicht, Rechner, die mit einem System-V-Unix laufen, als Server für PCs zu nutzen, die entweder DOS, die Windows-Umgebung oder das OS/2-Betriebssystem verwenden.

Für die Santa Cruz Operation wurde der LAN Manager mit einigen Erweiterungen für die Kunden des SCO-Unix-Derivats und der Open-Desktop-Umgebung ausgestattet.

Dazu gehört die Client-Unterstützung, Netbeui von IBM, Login-Features, die Möglichkeit, gleichzeitig verschiedene Protokolle zu fahren, sowie die Unterstützung von Multiprozessor-Systemen.