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16.10.1998 - 

Varianten auf Zielgruppen abgestimmt

SCO-Vorabversion von 64-Bit-Unixware

Große Chancen für das Intel-basierte Unix-Geschäft sieht SCO in dem von Experten erwarteten explosionsartigen Wachstum des Server-zentrierten Computings. Im Jahr 2001, so die Prognosen, sollen Unternehmen mit fünf bis 500 Anwendern durchschnittlich drei Server betreiben, derzeit sind es 1,5. Daß Windows NT das Rennen zumindest auf Enterprise-Ebene nicht machen wird, begündet SCO mit altbekannten Argumenten: NT hinke in Sachen Verfügbarkeit, Skalierbarkeit und Sicherheit um vier Jahre hinter Unix her.

Auch vom Unix-Lager sieht SCO keine Gefahr aufkommen. Die Ankündigung etwa von IBM, Sun und HP, ihre Unix-Derivate ebenfalls auf Intels 64-Bit-Architektur zu portieren, spielt SCO-Marketing-Chef Michael Foster herunter: Bei den jeweiligen Implementierungen für Intels ersten 64-Bit-Chip "Merced" werde es sich wie schon im RISC-Umfeld um proprietäre Systeme handeln. Außerdem bleibe abzuwarten, welche hausinternen Grabenkämpfe bei diesen Herstellern ausbrechen, wenn eine Unix-Division künftig im Terrain des NT-orientierten PC-Server-Vertriebs wildert.

Doch allzu gelassen scheint es hinter den Kulissen SCOs nicht zuzugehen. Obwohl Intel den Merced inzwischen auf Jahresmitte 2000 verschoben hat, rühmt sich der Unix-Spezialist, Partnern bereits jetzt eine als Build Level 2 (BL 2) bezeichnete Frühversion von "Unixware für Merced" bereitstellen zu können. Das mit einem Entwicklungs-Kit gebündelte Release enthält einen 64-Bit-Kernel und erlaubt den Zugriff auf über 1 Terabyte Hauptspeicher sowie 1024 GB Festplattenspeicher. Zum Vergleich: Aktuelle Unixware-Intel-Kombinationen unterstützen 64 GB RAM, bei Solaris für Intel und NT soll die Grenze 4 GB beziehungsweise 3 GB betragen.

Unhabhängig von diesen Zukunftsstrategien stehen aktuell zwei Versionen von Unixware 7 vor der Tür. Mit der ab Anfang kommenden Jahres verfügbaren "Business Edition" wendet sich der Hersteller an kleinere und mittlere Unternehmen, die über Internet-Techniken auf Server-Applikationen zugreifen wollen. Herzstück ist der Application Broker "Tarantella", der ein sogenanntes Webtop-Interface als Schnittstelle für die Client-Integration bietet. Intel-basierte Rechenzentren will SCO mit der "Datacenter Edition" besetzen. Wesentliches Merkmal hier sind die "Unixware Nonstop Clusters", mit denen sich das System auf bis zu 16 Knoten skalieren läßt und das 64 GB Hauptspeicher unterstützt.