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24.11.2000 - 

Anbindungen nun auch für AS/400

Scopeland unterstützt Zugriff auf heterogene Datenbanken

MÜNCHEN (ws) - Scopeland, ein Werkzeug zur programmierfreien Anwendungsentwicklung, kann nun in einer Applikation mehrere Datenbanken verschiedener Anbieter nutzen. Zu den weiteren Neuerungen zählt der Lesezugriff auf SAP R/3.

Das Konzept der Berliner Firma Scopeland (http://www.scopeland.de) und ihres gleichnamigen Produkts beruht darauf, die Anwendungslogik nicht als Programmcode, sondern deklarativ in Form von Metadaten zu hinterlegen. Die Software liest zur Laufzeit diese Informationen aus und konfiguriert sich auf Basis dieser Parameter selbst, unter anderem kommt so auch die Benutzeroberfläche dynamisch zustande. Die Entwicklung von Anwendungen erfolgt dabei durchgängig mittels visueller Werkzeuge.

Für virtuelle Datenbank Kooperation mit AttunityBis vor kurzem unterstützte Scopeland zwar eine ganze Reihe von Datenbanken, konnte aber mehrere davon nur dann gleichzeitig ansprechen, wenn sie von ein und demselben Hersteller stammten. Durch eine Kooperation mit dem israelischen Unternehmen Attunity vemag das Tool nun über Datenbanken mehrerer Hersteller hinweg zu lesen und zu schreiben, auch Joins zwischen den heterogenen Systemen sind möglich. Das dafür eingesetzte Produkt "Attunity Connect" realisiert das Konzept virtueller Datenbanken, das unterschiedliche Datenquellen zusammenfassen und nach außen als einen einzigen Datenspeicher erscheinen lassen kann. Als Datenquellen kommen dabei nicht nur relationale Datenbanken in Frage.

Anbindung an ERP in zwei PhasenMittels Attunity kann Scopeland auch die AS/400 einbeziehen. Wenn aber eine Anwendung nur auf AS/400-Datenbanken und nicht gleichzeitig auf solche anderer Anbieter zugreifen muss, dann schafft dies Scopeland 2000 in der Version 2.1 nun auch ohne Zusatz-Tools. Die Funktion der AS/400 beschränkt sich allerdings auf die eines Datenbank-Servers. Der Applikations-Server, der bei der optionalen dreistufigen Architektur zum Einsatz kommt, läuft bisher nur unter Windows NT und 2000. Eine Linux-Version befindet sich in Vorbereitung.

Scopeland positioniert seine Software zur Entwicklung von Individualanwendungen, die Standardprogramme ergänzen sollen. Diese Rolle litt indes bisher unter dem Manko, dass es an Brücken zu den großen Standardpaketen fehlte. Auf der Systems demonstrierte der Berliner Hersteller nun die Anbindung an SAP R/3. Dabei benutzt er ein Verfahren, das diesem Werkzeug nahe liegt. Es liest Meta-Informationen der R/3-Anwendung aus und erhält dadurch Aufschluss über das Datenmodell. Die Scopeland-Anwendung greift dann an R/3 vorbei direkt auf die Tabellen zu. Da allerdings schreibender Zugriff in dieser Form verheerende Auswirkungen auf die Integrität des Datenbestandes haben könnte, beschränkt sich die R/3-Anbindung derzeit auf das bloße Lesen. Eine vollwertige SAP-Integration befindet ist in Arbeit und soll auf der CeBIT 2001 präsentiert werden. Sie kommuniziert mit R/3 über die BAPI-Schnittstelle. Die Integration mit anderen ERP-Systemen soll nach dem gleichen Muster erfolgen: zuerst der Nur-Lesezugriff (geplant für J.D. Edwards und "Frida" von der Command AG), bei entsprechender Nachfrage und ausreichenden Kapazitäten von Scopeland die vollständige Anbindung.