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27.07.1984 - 

Benutzervereinigungen verhandeln über Zukunft der Kommunikations- und Datentechnik:

Scout und Wasco jetzt mit Siemens zufrieden

KIEL/BONN (CW) - Der Strategiedisput zwischen der Siemens AG und ihren Benutzervereinigungen Scout und Wasco scheint beendet: Eine gemeinsame Kommission sieht, nach drei Gesprächsrunden mit dem Münchner Elektronikkonzern, "ihre Vorstellungen durch Siemens gebührend berücksichtigt".

Noch Anfang 1983 monierten die Kommissionsmitglieder (drei von jeder Benutzergruppe) in ihrer Studie. "Perspektiven zur mittelfristigen Weiterentwicklung der Datenverarbeitung aus der Sicht von Scout und Wasco, daß sich der Abstand zwischen der Spitzentechnik des Marktes und der Technik vieler Siemens-Produkte seit 1979 mit wenigen Ausnahmen bedenklich vergrößert habe. Jetzt veröffentlichten Scout und Wasco in einer gemeinsamen Presseerklärung die Schwerpunkte der zukünftigen Siemens-Entwicklungsarbeit.

Danach sei die 7.500-Systemarchitektur offen und könne damit "evolutionär" auch den Zielen der Strategiekommission angepaßt werden". Im Rahmen der Architektureigenschaften sind als nächste Schritte vorgesehen:

- steigende Transaktionsleistung durch eine verbesserte Kanal-/Pfadauswahl;

- Vergrößerung des Adressraumes durch das "Dual Adress Space" - Prinzip, später durch 31-Bit-Adressierung;

- weitere Leistungssteigerung der Zentraleinheiten auf 15 Millionen Operationen pro Sekunde bis 1986;

- weiterer Ausbau der Peripherie.

Bei der BS2000-Entwicklung erwarten die Benutzervereinigungen eine. "Erweiterung der oberen Leistungsgrenze", Vereinfachung der Systemsteuerung und Systemanwendung, Rationalisierung der Entwicklungs- und Produktionsprozesse sowie eine Steigerung der Systemverfügbarkeit und -qualität. Transdata soll leistungsfähigere Vorrechner und Netzknoten erhalten und um höhere Protokolle erweitert werden. Die Integration von Transdata und der künftigen Büroarchitektur möchten Scout und Wasco genauso realisiert sehen wie die langfristige Einbeziehung digitaler Nebenstellenanlagen in lokale Rechnernetze.

Die Büroarchitektur will Siemens auf allen "wesentlichen Betriebssystemen wie BS2000, Sinix oder PDN realisieren. Die Vernetzung könne über unterschiedliche Carrier-Systeme (gegenwärtige, aber auch ISDN oder Ethernet) erfolgen. Die Integration von DV-, Kommunikations- und Bürosystemen wollen die Münchener auf der OSI-Basis (Open Systems Interconnection) verwirklichen. Last not least forderte die Strategiekommission, die Rechenzentrums-Automation (Jobablaufplanung, Bandverwaltung) sowie das Software-Engineering zu verbessern.