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Neue Spezifikation soll Comeback einläuten:


27.01.1989 - 

SCSI-Schnittstelle gewinnt an Bedeutung

MENLO PARK (IDG) - Die von Herstellern kleinerer Rechensysteme bisher vernachlässigte Schnittstelle SCSI wird nach Meinung von Experten an Bedeutung gewinnen. Ein neues Softwareprotokoll mit der Bezeichnung SDLP (Standard Device Level Protocol) von Western Digital beseitigt jetzt das größte Manko des Interface: verschiedene und inkompatible Versionen.

Die SCSI-Schnittstelle (SCSI = Small Computer System Interface) wurde ursprünglich entwickelt, um zwischen Peripheriegeräten und kleineren Computern unterschiedlicher Hersteller Funktions- und Stekkerkompatibilität zu gewährleisten. In der Theorie soll die gesamte Hard- warepalette auf dem Markt - sofern sie SCSI unterstützt - miteinander eingesetzt werden können. Die Idee der Entwickler: Unabhängig davon, ob ein Gerät für einen IBM-PC oder die Macintosh-Welt konzipiert wurde, kann der Anwender alle Geräte zusammenschließen und sich eine Konfiguration nach Wunsch aufbauen. Der Plan ging bisher jedoch nicht in Erfüllung. Einer der ausschlaggebenden Gründe: Die meisten der installierten PCs haben Standard-Schnittstellen wie die serielle RS-232 und Centronics-parallel bereits fest auf der Platine eingebaut. Für eine zusätzliche, unterschiedliche Schnittstelle bestand keine Nachfrage. Die zweite Hürde für die Schnittstelle bauten die Unternehmen, die das Interface in ihre Produkte implementiert haben, selbst auf: "Sie haben sich nur auf ihre eigene SCSI-Version konzentriert und nicht über den Tellerrand der Branche geschaut", sagt Bruce Bonner, Marketing-Manager beim US-Hersteller Western Digital. Als Ergebnis dieser kurzsichtigen Politik sei nun jedes Peripheriegerät mit einem eigenen Bus-Adapter ausgerüstet und oft inkompatibel mit anderen SCSI-Geräten. Um hier Abhilfe zu schaffen, hat Western Digital auf einem Treffen des SCSI-Komitees in der vergangenen Woche ein neues Interface vorgeschlagen. Es soll die unterschiedlichen SCSI-Varianten miteinander verbinden. Die Software mit der Bezeichnung "Standard Device Level Protocol" (SDLP) befreit die Hersteller von Peripheriegeräten laut WeStern Digital von der Last, für jeden auf dem Markt verfügbaren SCSI-Adapter spezielle Treiber zu entwikkeln.

Weil das SDLP-Protokoll bisher jedoch nur von den Adapter-Boards von Western Digital unterstützt wird, will das Unternehmen den Spezifikationen mit Hilfe des Public-Domain- Marktes auf die Sprünge helfen.