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15.08.1997 - 

Version 5 von I-Deas Master Series

SDRC führt neue Technik in Konstruktionspaket ein

Mit VGX will der Hersteller ein intelligentes Konstruktionsverfahren einführen, das die bislang verbreitete parametrische Konstruktion auf Basis von Historienbäumen ergänzen beziehungsweise ersetzen soll. In der Praxis entwirft der Konstrukteur derzeit ein Solid in mehreren, für ihn logisch aufeinanderfolgenden Einzelschritten. Teilelemente werden dabei mit Eigenschaften (Feature-based-Modelling) und Variablen (Parameter) versehen, um sie später ändern zu können. Diese im Modell eingebaute Logik wird im Historienbaum dokumentiert. Von ihr hängt es ab, welche Modifikationen durch den Wechsel eines Parameters möglich sind.

Ein Problem entsteht zwangsläufig dann, wenn ein anderer Konstrukteur Veränderungen am Bauteil vornehmen will und sich zum Verständnis der Logik erst einmal in den Historienstamm einarbeiten muß. Hier setzt die VGX-Technik an. Unabhängig von der Objekthistorie erlaubt sie die interaktive Festlegung von geometrischen Bedingungen und Parametern direkt auf der Bauteilgeometrie. So können beispielsweise Flächen am fertigen Objekt durch einfaches Ziehen mit der Maus als parallel zueinander definiert werden. Das Feature-Set von VGX befindet sich noch in der Aufbauphase und eignet sich deshalb zunächst nur für einfach gestaltete Bauteile. Der Ausbau für komplexere Formen soll zügig folgen.

Die Leistungssteigerung des Upgrades basiert im wesentlichen auf zwei technischen Neuerungen. Zum einen wurde ein sogenanntes Baugruppen-Pruning eingeführt. Dabei lädt das System zwar die komplette Struktur und Logik einer Baugruppe, beschränkt die Darstellung aber auf die Bauteile, die der Konstrukteur aktuell bearbeiten will. Auf diese Weise wird die Modellkomplexität reduziert und gleichzeitig weniger Arbeitsspeicher beansprucht, außerdem verkürzen sich die Ladezeiten. Hinzu kommt, daß nach dem Prinzip des "Level of Detail" (LOD) jetzt nur noch die für eine spezielle Modellsicht benötigten Grafikinformationen visualisiert werden. Das Programm speichert diese Darstellung ab, so daß sie im Fall eines wiederholten Aufrufs nicht mehr neu generiert werden muß.

Eine weitere Neuerung in Release 5 ist die "assoziative Kopie". Wird beispielsweise für ein Bauteil eine exakt der Form angepaßte Verpackung benötigt, lassen sich die Objektoberflächen vergleichbar einem Negativabdruck in die Verpackungskonstruktion kopieren. Veränderungen am Bauteil werden in der Kopie automatisch mitgeführt.

SDRC in Zahlen

Die Structural Dynamics Research Corp. (SDRC) mit Hauptsitz in Milford, USA, hat im ersten Halbjahr 1997 weltweit rund 170 Millionen Dollar umgesetzt. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 29 Prozent. Der Gewinn betrug 18,3 Millionen Dollar. Bei den Ausgaben schlug vor allem die Akquisition von Metaphase, Hersteller der gleichnamigen Lösung für das Produktdaten-Management, mit knapp 21 Millionen Dollar zu Buche. Der Umsatz in Zentraleuropa (Deutschland, Österreich, Schweiz) stieg im ersten Halbjahr 1997 um 50 Prozent und lag bei 27,3 Millionen Mark beziehungsweise rund zehn Prozent der weltweiten Geschäfte.