Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

17.11.2000 - 

Neue Schnittstelle soll Datenfluss beschleunigen

Seagate präsentiert erste Serial-ATA-Festplatte

MÜNCHEN (CW) - Seagate, APT Technologies und Vitesse Semiconductor Corp. präsentierten das erste Festplattenlaufwerk mit einer Serial-ATA-Schnittstelle. Damit trägt die von Intel im Februar dieses Jahres ins Leben gerufene Arbeitsgruppe für das neue Harddisk-Interface erste Früchte.

Die Serial-ATA-Schnittstelle soll laut den Entwicklern die herkömmlichen parallelen ATA-Interfaces ablösen. Von seinen Spezifikationen erlaube der Serial-ATA-Host-Bus Datentransferraten von 1,5 Gbit/s. In der weiteren Entwicklung sollen bis zu 6 Gbit/s möglich sein. Die Übertragungsrate der parallelen ATA-Schnittstellen-Technik betrug deutlich unter 1 Gbit/s.

Die Verantwortlichen bei Intel, die die Serial ATA Working Group im Februar 2000 angeregt hatten, erhoffen sich von dem neuen Standard eine allgemeine Leistungssteigerung bei PC-Systemen. Bislang bildete die Datenübertragung von und zur Festplatte oft den Flaschenhals des Systems, erklärt Intel-Sprecher Steve Spina. Dieser Engpass, der oft auch den Prozessor ausbremst, soll nun mit der seriellen Technik erweitert werden.

Laut Spina werden die Spezifikationen allen Festplattenherstellern ohne Lizenzgebühren zur Verfügung stehen. Er gehe ferner nicht davon aus, dass die neue Technik teurer sei als bisher übliche Laufwerke. Vielmehr könnte die neue Schnittstelle sogar günstiger implementiert werden, da statt der 24-adrigen Kabel in Zukunft Anschlüsse mit nur mehr vier Pins notwendig seien.

Das erste Serial-ATA-Laufwerk brachte Seagate in einem System mit einer Pentium-4-CPU von Intel und einem ATA-PCI-Host-Bus-Adapter von APT Technologies zum Laufen. Bereits im nächsten Jahr wollen viele Hersteller die neue Technik adaptieren, erklärte Tom Porter, Chief Technology Officer (CTO) bei Seagate. Auch andere Speichergeräte wie DVD- oder CD-R/RW-Laufwerke könnten damit an die Hauptplatine angeschlossen werden. Laut Porter funktioniert die neue Technik mit bereits bestehenden ATA-Softwaretreibern auf allen Standard-Betriebssystemen.

Ob die neue Technik ihr Leistungsversprechen halten kann, wird sich erst zeigen. Denn um die Übertragungsrate der Schnittstelle ausnützen zu können, muss die Festplatte die entsprechenden Daten schnell finden und über das Interface weiterleiten können. Bislang hinken die meisten Laufwerke den Spezifikationen der Schnittstellen hinterher.