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18.12.1992

Seagate Technology hat die Ertragswende geschafft

Das im September beendete 1. Quartal des Fiskaljahres 1992/93 bescherte der Seagate Technology einen Gewinn von 86 Cent pro Aktie. Im Vorjahr waren noch 72 Cent Verlust erwirtschaftet worden. Mit diesem Gewinn wurden selbst die optimistischen Wallstreet-Erwartungen von 80 Cent übertroffen. Der Kurs legte deutlich von 13 auf 18 Dollar zu.

Die Analysten des US-Broker-Hauses Goldman Sachs erwarten für das laufende Geschäftsjahr, das am 30. Juni 1993 endet einen Gewinnsprung auf 3,3 Dollar je Aktie. Zum Vergleich: Im Vorjahr (30. Juni 1992) waren lediglich 87 Cent verdient worden. Dies übertraf schon die Erwartungen der Analysten, die Anfang 1992 von zirka 60 Cent je Aktie ausgegangen waren.

Während des konjunkturellen Abschwungs in den USA gelang es dem Seagate-Management, die Kosten nachhaltig zu reduzieren. Der Rohertrag kletterte von lediglich sechs Prozent im September-Quartal 1991 auf zuletzt 24,5 Prozent. Die Nettoumsatzrendite verbesserte sich in den letzten zwölf Monaten von minus 9,9 auf plus 11,3 Prozent. Ein weitere Steigerung dürfte allerdings nur durch eine Kapazitätsauslastung, ausgelöst durch eine Konjunkturerholung in den USA, möglich sein. Da sich nach dem Wahlsieg Clintons ein Stimmungsumschwung ankündigt, kann dieser positive Fall durchaus eintreten.

Bei erwarteten 3,3 Dollar Gewinn je Aktie wird Seagate bei einem Kurs von 18 Dollar lediglich mit dem 5,5fachen Gewinn des laufenden Geschäftsjahres bezahlt - eine sehr niedrige Bewertung. Im Kurs spiegelt sich die Furcht der Anleger vor der konjunkturzyklischen Gewinnentwicklung des Unternehmens einerseits und vor weiter anhaltenden Problemen der US-DV-Industrie andererseits wider. Nachdem Seagate auch im abgelaufenen Quartal die Rückstellungen weiter aufstocken konnte, Verbindlichkeiten getilgt hat und für 37 Millionen Dollar eigene Aktien zurückkaufte, verbesserte sich die ohnehin gute Bilanzstruktur weiter. Die Liquidität erhöhte sich um 14 Millionen auf 514 Millionen Dollar. Selbst bei anhaltenden Problemen der US-Hardware-Industrie scheint Seagate nicht gefährdet zu sein. Die angekündigte Zusammenarbeit mit Sundisk geht über eine operative Kooperation hinaus. Seagate wird 25 Prozent Anteil an Sundisk erwerben. Trotz des jüngsten Kursanstiegs bleibt die Seagate-Aktie aussichtsreich.

Arnd Wolpers ist Geschäftsführer der Vermögensverwaltungsgesellschaft CMW GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig und zuverlässig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo. Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.