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23.03.2001 - 

ASP-Lösung für Internet-Medienhäuser

Sealed Media schützt Web-Inhalte

MÜNCHEN (fn) - Das britische Unternehmen Sealed Media hat sich auf digitales Rechte-Management (DRM) für den Online-Verkauf von digitalen Inhalten spezialisiert. Der Anbieter vermietet seine DRM-Lösung an Firmen, die Content gegen Bezahlung feilbieten wollen.

Die Lösung von Sealed Media besteht aus einem Lizenzen-Server, den das Unternehmen selbst betreibt, einer Versiegelungsfunktion für den Content-Provider sowie einem Plugin, das der Konsument in seinem Browser installieren muss. Alle Inhalte, die der Inhaltevermarkter online vertreiben will, etwa Bilder, HTML-Dateien, Portable-Document-Format(PDF-)Files sowie Audio- oder Videoformate, müssen versiegelt werden, bevor er sie auf dem Web präsentiert. Der Endkunde kann die Daten nur dann herunterladen und ansehen beziehungsweise abspielen, wenn er die entsprechenden Nutzungsrechte erworben hat. Dem Anbieter bleibt es überlassen, die Nutzungsrechte des Konsumenten festzulegen. So wäre er zum Beispiel in der Lage, seinen Kunden für eine umfangreiche Marktanalyse eine dreitägige kostenlose Leseprobe zu gewähren. Nach Ablauf der Frist müssten die Interessenten dann die Rechte erwerben, falls sie das Dokument behalten möchten.

GeräteunabhängigIm Gegensatz zu anderen DRM-Verfahren bindet Sealed Media die Inhalte nicht an ein spezielles Gerät. Der Content-Konsument wäre so in der Lage, ein erworbenes Dokument am PC im Büro, am Rechner daheim oder auch via Laptop von unterwegs anzusehen. Voraussetzung ist jedoch, dass die Web-Browser auf diesen Systemen mit dem erforderlichen Plugin ausgestattet wurden. Laut Sealed Media dürfen die Daten auch auf einer CD-ROM oder einem File-Server gespeichert sein, so dass auch ein Offline-Lesen machbar wäre, solange der User über die Nutzungsrechte verfügt. Diese Flexibilität erreicht Sealed Media eigenen Angaben zufolge durch die Speicherung der Rechte auf einem zentralen System im eigenen Haus. Content und die individuellen Nutzungsrechte sind so voneinander getrennt. Der Konsument muss daher seine E-Mail-Adresse und ein Passwort eingeben, um sich gegenüber dem Lizenz-Server zu authentifizieren.

Über ein Web-Interface definiert der Content-Provider die Nutzungsrechte für seine zuvor versiegelten Inhalte. Bei jedem Zugriff auf ein geschütztes Produkt werden die Nutzungsrechte abgeprüft.

Sealed Media ist bei jeder Transaktion prozentual beteiligt. Gezahlt werden fünf Prozent des Kaufbetrags für Content, mindestens aber 60 Pfennig. Jüngst eröffnete das britische Unternehmen eine Niederlassung in München. Ihren Hauptsitz hat die Firma in San Francisco, die Entwicklung ist Großbritannien beheimatet.