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Wenn der Kopilot auf der Spesenabrechnung auftaucht


23.10.1998 - 

SEC veröffentlicht Gehälter der amerikanischen IT-Führungskräfte

Mit einem Einkommen von gerademal 542000 Dollar zählt Microsoft-Gründer und -Chef Bill Gates nachweisbar zu den schlechtbezahltesten CEOs großer amerikanischer IT-Unternehmen. Denn aus den Zahlen der SEC geht hervor, daß das durchschnittliche Jahreseinkommen der Führungskräfte in der Branche 1998 bei fünf Millionen Dollar liegt.

Auch das Gehalt des Microsoft-Präsidenten Steve Ballmer in Höhe von rund 548000 Dollar rangiert weit unter der branchenüblichen Bezahlung. Doch Mitleid ist hier nicht angebracht, schließlich verfügen bekanntlich beide Manager über stattliche Anteile an ihrem Unternehmen, das bereits im letzten Jahr einen Gewinn von über elf Milliarden Dollar verzeichnen konnte.

Microsofts Chief Operating Officer Bob Herbold erhielt ein Jahresgehalt von rund 1,2 Millionen Dollar, das er durch Aktienverkäufe im Wert von drei Millionen Dollar aufstockte. Microsofts Spitzenverdiener in diesem Jahr war jedoch Paul Maritz, der dank Aktienverkäufen sein Salär von 520000 auf runde 14 Millionen Dollar bringen konnte.

Doch auch das scheinen immer noch lächerliche Beträge zu sein, jedenfalls dann, wenn man die Einkünfte von Spitzenleuten in anderen IT-Unternehmen betrachtet. So ging beispielsweise Stephen Case, CEO von America Online, 1997 um 160 Millionen Dollar reicher ins nächste Geschäftsjahr, das ihm auch gleich noch eine weitere Gehaltserhöhung bescherte. Mit einem Grundgehalt von rund 26,9 Millionen Dollar lag er damit an zweiter Stelle innerhalb der Branche, hinter Andrew Grove, dem ehemaligen Geschäftsführer von Intel, der im selben Zeitraum sage und schreibe mehr als 53 Millionen Dollar in seiner Lohntüte vorfand.

Neben den offiziellen Gehältern, den Bonus-Auszahlungen und den Optionsscheinen, die den größten Teil der Einkünfte ausmachen, verbergen sich manchmal in den Arbeitsverträgen der US-amerikanischen Top-Manager auch noch recht einträgliche Zusatzvereinbarungen. So läßt sich beispielsweise Robert Pittman, President und Chief Operating Officer bei AOL, dessen jährliches Salär immerhin über 5,3 Millionen Dollar beträgt, die Kosten für seinen Kopiloten sowie die Flugstunden vom Unternehmen zurückerstatten, sobald er sich mit seinem eigenen Flugzeug auf Firmenreise begibt. Immerhin kommt er ja für die Wartung der Maschine selbst auf.