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23.02.2006

Security: Services gefragt

Gartner erwartet ein Wachstum des Marktes auch in Europa.

Die Branche der Anbieter von Managed-Sercurity-Services (MSS) in Europa war in der Vergangenheit von Unruhe, Konsolidierung und einem geringen Wachstum geprägt. Potenzielle Kunden haben es sich zweimal überlegt, ob sie Teile ihrer IT-Sicherheit an Dienstleister auslagern, die sich in einem auf den ersten Blick unsicheren Umfeld bewegen. Europäische Anwender seien vor allem an stabilen Geschäftsbeziehungen zu verlässlichen Partnern und nicht vorrangig an sinkenden Kosten interessiert, berichtet die Gartner-Analystin Khalda Parveen.

MSS in drei Sätzen

Gartner definiert Managed- Security-Services (MSS) als ausgelagerte Betreuung von Geräten, Systemen und Prozessen für die IT-Sicherheit. Ging es dabei anfangs hauptsächlich um die Sicherung der Außengrenzen eines Unternehmens (Firewalls, Antivirus-Gateways), steigt inzwischen das Interesse am Outsourcing interner Sicherheitsaufgaben. Hierunter fallen beispielsweise der Schutz von E-Mails auf dem Desktop, die Verwaltung der Security-Richtlinien oder das Identity-Management.

Doch allmählich kehren in der fragmentierten MSS-Szene geregelte Verhältnisse ein, weil technische Hürden nivelliert werden und sich zudem die wirtschaftliche Situation der Anbieter stabilisiert. Gartner spricht in diesem Zusammenhang von einem "Reifeprozess", der erste Früchte trägt. Diese sehen dergestalt aus, dass die Analystin bis 2009 ein durchschnittliches Umsatzwachstum von rund 15 Prozent pro Jahr erwartet.

Bei den Gründen für das steigende Interesse der Unternehmen spielen dennoch auch die Kosten eine große Rolle. Gegen den internen Betrieb sprechen die Gebühren für Lizenzen, der Aufwand für die Überwachung rund um die Uhr, fehlende Qualifikationen im eigenen Haus sowie der Druck, rechtlichen Vorgaben zu entsprechen. Hinzu kommt, dass sich zunehmend der Mittelstand dem Thema öffnet.

Das Anbieterumfeld teilt sich in vier Blöcke: Neben den traditionellen Outsourcern beziehungsweise Systemintegratoren treten Netzbetreiber/Telcos, Netzintegratoren sowie Sicherheitsspezialisten zum Wettlauf um den Kunden an. Speziell das vierte Segment ist aufgesplittert, denn neben den Nischenanbietern wie Messagelabs, Scansafe, Verisign und Blackspider finden sich hier auch Dienste der Softwarehersteller wie Symantec, ISS sowie McAfee. Das erste Auswahlkriterium für einen Dienstleister, fasst Gartner-Analystin Parveen zusammen, ist und bleibt Vertrauen. (ajf)