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10.06.1977 - 

HP Distributed Systems 3000 (DS 3000):

Seftware für verteilte Netzwerk Aufgaben

BÖBLINGEN - Die "Distributed Processing-Welle" seheint alle "Zentralen-Dämme"

wegzuspülen: Jetzt kündigte Minimaker Hewlett-Packard mit "Distributed Systems" 3000 (DS 3000) ein Communications-Software-Produkt an, das es ermöglicht, innerhalb eines Netzwerks von HP 3000-Minieomputern von jedem angeschlossenen Tenninal aus auf Dateien und Anwendungsprogramme eines anderen HP 3000-Rechners zuzugreifen.

Eine nach HP-Angaben "unbegrenzte" Anzahl von Minicomputern kann unter DS 3000-Steuerung in einem dezentralen Rechnerverbund (...)line miteinander verkehren. Mit DS(... )00 lassen sich simultan Operationen wie lokale Stapelverarbeitung, Stapelfernverarbeitung, interaktive Fernverarbeitung und Programm-zu-Programm-Kommunikation auf bis zu sieben HP 3000 II-Systemen durchführen. Darüber hinaus läuft die neue HP-Netzwerk-Software auch unter dem Stapelferneingabe-Protokoll IBM

2780/3780 sowie unter BSC, so daß via HP 3000-Mini mit anderen Rechnernetzen kommuniziert werden kann.

DS 3000 ist eine Erweiterung des HP 3000-Betriebssystems MPE II

(Multiprogramming Executive Operating System) und umfaßt Datenübertragungs-Hardware auf Steckkarten.Das Paket kostet 21 600 Mark und soll noch in diesem Monat verfügbar sein.

Hewlett-Packard bietet mit der HP 3000 Serie und DS 3000 ein Werkzeug an, das sich jeder beliebigen Netzorganisation sowohl physisch als auch organisatorisch angeblich ohne zusätzlichen Softwareaufwand anpaßt-HP spricht von Organisationsinvarianz. Es können sowohl hierarchische Rechnernetze mit Baumstruktur als auch Rechnerneize mit Ringstruktur aufgebaut werden, wobei die einzelnen Rechner innerhalb des Netzes eigenständig sind und jeder Rechner mit z einem anderen im Netz kommunizieren kann. Des weiteren erlaubt DS 3000, daß ein Rechner über einen zweiten auf die Daten eines dritten Rechners zugreifen darf.

Repertoire erweitert

Mit DS 3000 werden dem Anwender -so HP-sämtliche Netzwerkoperationen "transparent" gemacht: Programme, Dateien, Datenbanken und Peripheriegeräte sind genauso zu handhaben wie auf einem lokal installierten System 3000. Bei der Programmerstellung muß also nicht darauf geachtet werden, ob auf lokale oder dezentrale Dateien oder Peripheriegeräte zugegriffen wird: Steueranweisungen beim Aufruf eines Jobs ordnen den Programmen lokale oder dezentrale Dateien zu. Zur Kommunikation zwischen Programmen auf verschiedenen Systemen brauchte das vorhandene HP 3000-Repertoire nach HP-Angaben nur um "einfache" Prozeduren erweitert werden.

Software-Investitionen geschützt

Bei Koppelung bereits installierter Systeme der HP 3000 Serie II unter DS 3000 bleiben Benutzer-Investitionen in die Anwendungssoftware erhalten, da das Multiprogramming-Executive-Betriebssystem von vornherein für Netzwerkverarbeitung ausgelegt wurde. Auch bei der Einiführung von neuen Leitungsprotokollen und Hardware-Schnittstellen muß die Anwendungssoftware nicht geändert werden.