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24.05.1985

Seibersdorf bei Innovation

WIEN (apa) - Als Gegenmittel zum teilweise bestehenden Rückstand in neuen Technologien bietet das Forschungszentrum Seibersdorf industriellen Klein- und Mittelbetrieben zu einem begünstigten Tarif die Beratung und Bewertung innovativer vorhaben an. Grundlage dafür ist ein Kooperationsabkommen, das die Industriellenvereinigung mit dem Forschungszentrum Seibersdorf abschloß.

Während bisher nur Mitglieder des Forschungszentrums günstigere Konditionen bekamen, können nun über die Industriellenvereinigung ähnliche Konditionen für ratsuchende Unternehmen gewährt werden. Seibersdorf-Geschäftsführer Professor Dr. Helmut Detter bezifferte in einer Pressekonferenz den Spartarif mit einem Nachlaß von 10 bis 30 Prozent je nach Projekt und Aufgabe. Die Möglichkeiten von Seibersdorf reichen laut Detter von der Beurteilung und Beratung eines Projektes bis zum marktfertigen Produkt. Darüber hinaus könnte sich Seibersdorf, das praktisch bei allen Förderaktionen in den beurteilenden Gremien (...)tzt, auch um entsprechende Finanzierungen kümmern.

Wie Detter weiter erklärte, müsse Österreich, das etwa drei Viertel seines Handels mit Hochtechnologie-lndustrieländern abwickelt, bemüht sein, den technologischen Rückstand aufzuholen. Zentrale Schwachstelle sei das Durchziehen von Ideen. Hier müsse man darauf achten, die gleiche Umsetzgeschwindigkeit wie im Ausland zu erreichen. Aufgrund der geringen Finanzkraft könne man in der Forschung keine globalen Schwerpunkte setzen, sondern müsse sich auf Segmente konzentrieren. Wie Detter ergänzend erklärte, könne er als Beispiel die Entwicklung eines Roboters in Seibersdorf nennen, der erstmals rasch auf das Greifen verschieden großer Werkstücke umrüstbar ist.

Der industriepolitische Sprecher der Industriellenvereinigung, Dr. Peter Kapral, erhofft sich, wie er im Pressegespräch erklärte, eine raschere Umsetzung von Forschungsvorhaben in die industrielle Anwendung. Man habe mit der Initiative auch eine Konsequenz aus der Kritik der OECD gezogen, wonach in Österreich die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen gerade bei kleineren und mittleren Betrieben im internationalen Vergleich stark unter dem Durchschnitt liegen.