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Kommentar


17.01.1997 - 

Sein oder Nichtsein

In hellsichtiger Vorausschau verteilte Apples PR-Maschinerie vor Weihnachten T-Shirts, bedruckt mit Hamlets klassischer Frage aus dem Monolog der ersten Szene des dritten Aktes: "To be, or not to be, ...". Hier bricht Dichters Reim auf textilem Grund ab. Gut so. Fragt sich doch der dänische Prinz weiter, ob der Todesschlaf nicht überhaupt das Erstrebenswerteste sei. Das können, das wollen wir Apple nicht wünschen.

Eine Zitterpartie wird es trotzdem werden: Die Gartner Group verweist zu Recht darauf, daß Apple jetzt beweisen muß, daß die Investitionen der Anwender nicht verloren sind. Der Mac-Hersteller muß zwei Betriebssystem-Technologien kurzfristig unter einen Hut bringen. Vor allem aber muß das Unternehmen es schaffen - möglicherweise das größte Kunststück -, seine aktuellen und künftigen Kunden von Apples Potentialen zu überzeugen. Kommerzielle Anwender, so der Rat der Gartner-Analysten, sollten sich zunächst von den Versprechungen der Apfel-Company nicht blenden lassen.

Wenn bei Hamlet der Vorhang fällt, ist die gesamte Führungsebene hingemeuchelt. Nutz- nießer des mörderischen Kahlschlags ist ein Außenstehender, Fortinbras, Prinz von Norwegen. Analyst Tim Bajarin fragt schon einmal, ob Apple die kommenden zwölf bis 18 Monate überstehen wird: "To be, or not to be...". Oder zieht doch ein Fortinbras ein in Cupertino?jm