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08.12.1978

Sein Wille geschehe

08.12.1978

Eine Marginalie des Deutsch-Bankiers Dr. Friedrich W. Christians machte die Kluft zwischen der Denkweise des Finanziers und der des Unternehmers Heinz Nixdorf deutlich:

"Wenn wir ein Unternehmen an die Börse bringen, so wollen wir dies nach einer nirgendwo festgeschriebenen Marke - mit mindestens 25 Prozent tun."

Doch: Sein (Nixdorfs) Wille geschehe. Und für Heinz Nixdorf wären diese 25 Prozent an der Börse - so steht es zu vermuten - 25 Prozent zu viel. Zuviel, um die Eigenständigkeit zu erhalten.

Denn: Geld, gibt Nixdorf vor, Geld und Liquidität besitze er genug, um sein Unternehmen alleine über die Runden zu bringen. Was er aber hinkünftig immer mehr braucht, das ist Technologie, die in einem Hochtechnologie-Markt wettbewerbsfähig erhält.

Heinz Nixdorf kennt sein Metier und ahnt, daß die technologische Auseinandersetzung im Computermarkt erst bevorsteht. Als Beispiel zitiert er den steigenden Aufwand für Peripherie-Entwicklung, die erst durch hochwertige Elektronik möglich wird.

Und Nixdorf weiß: Der Platz für Beteiligungen technologisch starker Partner muß offenbleiben.

Denn sein Wille ist's, das Unternehmen Nixdorf eigenständig fortzuführen.

Und der Spargroschen, den der Bundesbürger in den von der Hausbank mit Vorschuß-Lorbeer bedachten "blue-chip" einer Nixdorf-Aktie anlegt, der wäre im Ernstfall zu wenig, um eine effiziente Technologie-Partnerschaft zu finanzieren, bei der Nixdorf das unternehmerische Sagen bliebe. Es sei denn, Nixdorf böte zu den 25 Prozent ein weiteres Paket - und damit die Herrschaft über sein Unternehmen an.

Das ist sein Wille nicht.