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22.11.1985 - 

Kooperation von IBM und Kentek:

Seitendrucker für Netzwerke

MÜNCHEN (CWN) - IBM nimmt neuerdings am Gerangel um den Markt für Seitendrucker teil. Das Gerät auf Basis eines LED-Arrays, dessen offizielle Markteinführung für Ende November geplant ist, kann mit einem Netzwerk verbunden werden oder sich direkt von maximal acht PCs ansteuern lassen. Unter der Typenbezeichnung Model 3812 Pageprinter soll der neue Seitendrucker Text und Grafik mit bis zu 12 Seiten pro Minute liefern.

In erster Linie vorgesehen für den Einsatz in einem Netzwerk, läßt sich der Drucker über eine optional lieferbare "Sharing Card" an bis zu acht Personal Computer anschließen. Auch mit einigen Mainframes oder Minirechnern von Big Blue arbeitet der Pageprinter zusammen. Im Gegensatz zu der in diesem Markt vorherrschenden Lasertechnik formt bei dem Neuling eine LED-Anordnung die Zeichen. Informierten Kreisen zufolge verfügt der Seitendrucker über eine Auflösung von 240 mal 240 Punkten pro Zoll und gleicht innerlich wie äußerlich dem intelligenten Seitendrucker K-2 von Kentek Information Systems Inc., der schon früher in diesem Jahr vorgestellt wurde.

Aus diesem Grund halten Branchenkenner Kentek auch für den Hersteller des Pageprinter. Auf Anfrage wollte jedoch keines der beiden Unternehmen bestätigen, daß die Maschinen identisch seien, Kentek gab allerdings zu, im vergangenen Jahr mit IBM einen Lizenzvertag abgeschlossen zu haben, der auch Drucker einschließe. Das Unternehmen plane weiterhin die Markteinführung eines Virtual Device Interface (VDI), das mittels einer VDI-kompatiblen Software den Anschluß des Druckers an eine größere Anzahl von Rechnern erlauben soll. Ein VDI-Treiber wird gleichfalls für den IBM-Pageprinter erhältlich sein.

Obwohl die Maschine eine große Anzahl von Zeichensätzen beherrsche, sei die Schriftqualität nicht eben überragend, kritisierte David Glidewell vom Electronic Printer Industry Service des Marktforschungsinstitutes Dataquest. Nach seinen Worten eignet sich das Gerät besser für relativ kleine Gruppen von Benutzern in einer bürotypischen Anordnung als für hochwertige Grafikanwendungen in einer speziellen Fachabteilung. Der Pageprinter emuliere den IBM 5152, den Vorläufer des IBM-Proprinters. Aus diesem Grund sei er kompatibel mit vielen wichtigen Softwarepaketen, erklärte Glidewell weiter. Gegenwärtig existierten jedoch nur wenige Programme, die aus der hohen Auflösung des Pageprinter vollen Nutzen zögen.