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01.08.1980 - 

Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung:

Selbst theologische Texte durchleuchtet

GÖTTINGEN (pi) - Die Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH (GWDG), Göttingen, besteht seit zehn Jahren. 1970 gründeten das Land Niedersachsen und die Max-Planck-Gesellschaft die GWDG zur Förderung der Wissenschaften.

Die GWDG unterhält für die Universität Göttingen und die im Göttinger Bereich liegenden fünf Max-Planck-Institute für Aeronomie, biophysikalische Chemie, experimentelle Medizin, Geschichte und Strömungsforschung ein gemeinsames Rechenzentrum.

Von 1970 bis 1979 war das Rechenzentrum der Gesellschaft mit einer Sperry Univac 1108 ausgerüstet. Seit Herbst 1979 arbeitet es mit einer Doppelprozessor-Anlage 1100/82 des gleichen Herstellers.

Das System besteht aus zwei Rechen- und einem Ein/Ausgabe-Prozessor, der die benötigten Daten von Trommel- und Plattenspeichern sowie Magnetbändern liest und für die Rechenprozessoren im Hauptspeicher der Anlage bereitstellt. Der Hintergrundspeicher der Rechenanlage verfügt über eine Kapazität von insgesamt 2,5 Milliarden Byte. Zehn Magnetbandstationen werden eingesetzt.

Die Eingabe geschieht direkt im Rechenzentrum über Kartenleser oder über kleinere Rechner sowie Terminals, die mit Telefonleitungen angeschlossen sind. Für den Dialogverkehr stehen den Anwendern 85 Bildschirmterminals zur Verfügung.

Den damit notwendigen Nachrichtenverkehr wickeln zwei selbständige Rechner des Typs Sperry Univac 418/III ab, die direkt mit dem Hauptrechner gekoppelt sind. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Überwachung des ausgedehnten Übertragungsnetzes und die Überprüfung der eingehenden Jobs.

Der Rechner bearbeitet im 24-Stunden-Betrieb derzeit täglich etwa 1500 Jobs. Als Ergebnis dieser Arbeiten produziert das Rechenzentrum täglich 25 000 Blatt Papier. 1200 Wissenschaftler aus 128 Göttinger Instituten arbeiten zur Zeit mit dem Rechnersystem.

Unter den Anwendungen, die auf der Rechenanlage der GWDG bearbeitet werden, sind beispielsweise die Analysen experimenteller Daten wie Röntgenstrukturanalyse, theoretische Arbeiten über die Lösung von Randwertproblemen, Bestimmungen von Korrelationen bei medizinischen Befunden und Behandlungsmethoden und nicht zuletzt auch Textverarbeitung wie die Herstellung von Mundgrammatiken oder Analysen theologischer Texte.