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19.11.1999 - 

Prof Net Institut untersucht Internet-Auftritte

Selbstdarstellung der Web-Agenturen läßt zu wünschen übrig

DORTMUND (CW) - "Durchgefallen" lautet das vernichtende Urteil über die Qualität der Internet-Auftritte deutscher Web-Agenturen. Das Prof Net Institut für Internet-Marketing, Dortmund, hatte die Websites von 300 Unternehmen darauf hin untersucht, wie innovativ und kundenfreundlich sie sind.

Prof Net ist ein Netzwerk aus Professoren unterschiedlicher Fachrichtungen und Hochschulen, die praxisorientierte Problemlösungen zu verschiedenen Schwerpunkten entwickeln.

Für die Studie wählte das Institut die "Top 200" der deutschen Web-Agenturen sowie weitere 100 Multimedia-Dienstleister per Zufallsstichprobe aus. Dies entspreche etwa einem Fünftel der Branche. Von diesen 300 Firmen hatten 232 eigenständige Internet-Aufritte, die anhand von Kriterien wie Layout, Handling, Inhalte und Interaktivität bewertet wurden.

Mit Ruhm bekleckern konnten sich die Web-Agenturen nicht: So brachten es alle untersuchten Dienstleister im Schnitt auf 30 von maximal 100 Punkten. Gewinner war Pixelpark mit 53 Punkten vor Elephant Seven mit 51,5 sowie Kabel New Media mit 50,5 Punkten.

Interaktivität ist laut Prof Net wie in anderen Branchen auch bei Web-Agenturen ein Fremdwort: Sie erhielten höchstens 2,5 von 20 möglichen Punkten in dieser Disziplin. Da eine direkte beidseitige Kommunikation mit Kunden oder Internet-Nutzern wenig praktiziert und damit der eigentliche Vorteil des Internet gegenüber anderen Medien nicht genutzt werde, fehle hier die von Web-Agenturen erwartete Vorbildfunktion für deutsche Unternehmen.

Zudem bemängelt die Untersuchung, daß aus den Websites keine strategische Ausrichtung der Anbieter hervorgehe und zudem jegliche Kundenorientierung fehle. Potentielle Klienten hätten daher Schwierigkeiten, mit den Agenturen hinsichtlich bestimmter Wünsche in Kontakt zu treten.

Laut Prof Net planen immer mehr Unternehmen ihren Internet-Auftritt oder suchen für den Relaunch ihres erfolglosen Auftritts eine neue Agentur. Selbstverständlich biete sich hier das Internet für Informationen über Web-Agenturen und deren Leistungen an. Auch hier zeichnet die Studie ein eher düsteres Bild. Beispielsweise erwarte der potentielle Auftraggeber die Darstellung des technisch Machbaren oder Fallbeispiele - nicht nur die allgemein gängigen Links auf Referenzkunden.