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21.09.1990 - 

Zahlreiche Experimente für den "Shop 2000"

Self-Scanning soll Kunden mit in die Systeme einbinden

Das Bildplatten-unterstützte Electronic Marketing mit sortimentsspezifischen Programmen wird im Laden der Zukunft gemeinsam mit elektronischen Waagen und Einkaufswagen, mit superklugen Kassen und Terminals mit Strichcode-Lesegeräten den Verkäufer zum Teil ersetzen.

Diese Einbindung des Konsumenten in elektronische Systeme wie Scanning, Teleshopping, Home-Banking, POS-Systeme etc. vollzieht ich in unterschiedlichem Tempo.

Scanning ist das wichtigste Mittel, das Einzelhändler haben, um ihre Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität zu verbessern. In diesem elektronischen Bereich werden derzeit im Lebensmittelhandel, aber auch zunehmend im Non-Food-Bereich, Fortschritte erzielt.

Die Seiyu-Gruppe, eines der größten japanischen Handelsunternehmen, setzt neue Akzente für den Handel von morgen: In einem Supermarkt und in einem SB-Warenhaus weist der Parkroboter dem Kunden, nachdem er die Parkkarte gezogen hat, den entsprechenden Parkplatz zu.

Saisonkarten auf Bonität geprüft

Stammkunden können mit einer Saisonkarte, ähnlich der sogenannten Kundenkarte, kostenlos parken und darüber hinaus in ganz Japan in allen Filialen des Unternehmens bargeldlos einkaufen. Nach dem Durchqueren der freien Einkaufszone nimmt sich der Kunde einen Einkaufswagen, der mit einem fest integrierten Taschenrechner und einem Notizblock ausgestattet ist.

Bei der Herausnahme eines Artikels aus dem Regal meldet sich automatisch eine Frauenstimme, um auf die Besonderheiten des Artikels hinzuweisen. Flüssig-Kristall-Anzeigen können vom Zentral-Computer gesteuert werden, um Produkt und Preis jeweils beim entsprechenden Regalplatz einzublenden. Ändert sich der Preis, wird durch die Eingabe im Computer sowohl der Preis am Regal als auch die Zuordnung zum Strichcode automatisch mit geändert.

In den Kassenterminals werden Parkkarten gelesen und bei der Rechnung mit aufgeführt, Saisonkarten der Stammkunden auf ihre Bonität hin geprüft und das Kundenkonto im Zentral-Computer in Tokio für die monatliche Abrechnung belastet. Der Warenfluß vollzieht sich ebenfalls automatisch unter Einsatz von Robotern. Von den selbstgesteuerten Gabelstaplern werden auswechselbare Container als Regallager im Verkauf installiert.

Auch das Bildplatten-unterstützte elektronische Shopping hat in Europa bereits Fuß gefaßt: Indem der Kunde seine Kundennummer in das System eintastet oder sich per Kreditkarte identifiziert, kann er laut Telemedia/Bertelsmann in der Verknüpfung von Bildplatte, Bildschirmtext und zentralen Datenbanken am System unmittelbar einen Bestellvorgang auslösen.

Befindet sich der bestellte Artikel nicht am Lager, kann im Dialog eine Abstimmung über Lieferzeiten oder einen Ersatzartikel herbeigeführt werden.

Zwei Drittel aller Kaufentscheidungen werden am Point of Sales (POS) getroffen. Es besteht daher eine große Chance, mit geeigneten Systemen diese Kaufentscheidungen zu fördern und zu beeinflussen. Die Laser-Bildplatte mit ihrer enormen Speicherkapazität kann verkaufsfördernd wirken und bildet daher immer neue Anwendungsschwerpunkte:

In Spezialabteilungen von Warenhäusern und in den Konsumbranchen Textil, Sport, Schuhe, Kosmetik, Foto, Elektro, Lebensmittel, Porzellan, Baumärkte, Optik, Großmärkte, Do-it-yourself-Märkte, Drogeriemärkte etc. werden Bildplatten eingesetzt.

Warenfluß international elektronisch gesteuert

Im Modegeschäft mit elektronischen Kassenterminals wird der Warenfluß international elektronisch gesteuert. Im Benetton-Konzern beispielsweise sind die Terminals aller Gebietsvertreter direkt mit den Rechenzentren der fünf Benetton-Fabriken verbunden, diese wiederum mit dem Hauptquartier.

Täglich meldet jeder Vertreter die Abverkäufe und Nachbestellungen seiner Kunden. Die Zentrale ist damit täglich über alle Bewegungen informiert und kann sofort auf jede Trendänderung - beispielsweise in den Farben - reagieren. Um Lagerkosten zu sparen, wird jedes Stück ausschließlich auf Bestellung produziert. Ein Teil der gängigsten Ware wird als "strategische Reserve" weiß gelassen und erst im letzten Moment eingefärbt.

Neben der zunehmenden elektronischen Artikel-Sicherung in den Warenhäusern und Fachgeschäften kann nun auch der Kassenbereich gegen Ladendiebstahl abgesichert werden. Nach Meinung von Branchenkennern des Einzelhandels ist schon heute abzusehen, daß Checkout-Überwachungssysteme im Selbstbedienungs-Handel so selbstverständlich sein werden wie heute die Scannerkassen, zumal in der elektronischen Warensicherung ein zentrales Element in einer erfolgreichen Gesamtstrategie gegen Inventurdifferenzen gesehen wird.

In einigen deutschen Supermärkten ist grade mit der Einführung des Überwachungskonzeptes "Checkout-Control" begonnen worden, das auf elektromagnetischer Basis und von computergesteuert arbeitet und nach Angaben von Senelco im Checkout die passierenden Kunden auf versteckte Waren überprüft. Ein weiteres Überwachungskonzept soll auch Diebstähle vom Personal einbeziehen.

Einzelhandel mit Pilotinstalletionen

Im bargeldlosen Zahlungsverkehr wird die universelle Chipkarte noch einige Zeit auf sich warten lassen. Man begnügt sich mit Zwischenlösungen, einige Tests mit Chipkarten laufen aber schon. Laut NCR verfügt zwar heute jedes Mittel- und Großunternehmen im Einzelhandel als Pilotinstallation über ein POS-Terminal, aber nur wenige Handelsfirmen sind mit kompletten Systemen ausgerüstet. Bisher sind die Kredit- und Kundenkarten noch durchweg an Papierbelege gebunden.

Pilotanwendungen schon in diesem Jahr

Eines der spektakulären Verkaufs-Konzepte wird das Self Scanning, die Selbstbedienung bis zur Kasse, sein. Erste Pilotanlagen sollen schon 1990 in der Bundesrepublik, der Schweiz, Holland und Frankreich installiert sein: Supermärkte werden dann erstmals mit Terminals ausgerüstet, bei denen der Kunde den Einkauf selbst erfaßt und dann entweder bar oder bargeldlos mit einer Kunden- oder Kreditkarte bezahlt. In den USA arbeiten schon einige Betriebe mit dieser neuen Technologie, die Systeme sind unterschiedlich.

Harr, Sindelfingen, eines der marktstarken Unternehmen in Europa im Bereich der Kassentisch-(Checkout)-Produktion und die Deerfield Beach, Florida, haben eine Kooperation vereinbart. Checkrobot hat in jahrelanger, intensiver Entwicklung die Technologie geschaffen, die Self-Scanning im Supermarkt möglich macht.

Der gesamte Vorgang fügt sich organisch in das Selbstbedienungssystem ein:

A) Der Kunde erreicht mit dem Einkaufswagen das Scanner-Band und aktiviert das System durch Berühren des eingeblendeten "Start"-Symbols auf dem Bildschirm. Durch Video wird die Funktion erklärt.

B) Der Kunde scannt jeden Artikel und legt ihn auf das Förderband.

C) Die Ware durchläuft das Sicherheitssystem und kommt zur Warenmulde. Bei Fehlern stoppt das Band und bringt die Ware durch Rückwärtslaufen zum Kunden zurück. Bei Problemen berührt der Kunde die Bildschirmbeleuchtung.

D) Der Bildschirm zeigt Einzelbeträge, Zwischensummen und nach Abschluß auch den Endbetrag. Außerdem werden sämtliche Preise mittels Stimmen-Synthesizer akustisch angegeben, Am Ende des Scanner-Vorganges erscheint der Endbetrag, und die junge Dame bittet den Kunden, den Coupon zu entnehmen und an der Kassierstation zu zahlen.

E) Die zentrale Kassierstation bedient drei Self-Scanning-Bänder. Die Kassiererin vergleicht den Coupon mit dem auf Monitor und Kassensystem übertragenen Betrag.

Dieser gesamte Scanning- und Kassiervorgang ist um zirka 40 Prozent schneller als an der herkömmlichen, nur mit Laser-Scanner ausgerüsteten, Ceckouts.

Nachfolgend geht es um Self-Scanning-Systeme in der Praxis-Erprobung und über die Auswirkungen der verschiedenen Konzepte auf die Ertragskraft der Testunternehmen.

Das holländische Experiment des Albert Heijn-Konzerns bietet eine interessante Vergleichsmöglichkeit für das amerikanische System von CheckRobot, das bereits erhältlich ist. Mehrere Supermarkt-Konzerne testen nun in ihren Verkaufsstellen das Pilotprojekt auf seine Brauchbarkeit. Der Publix-Konzern mit Sitz in Florida installierte das neueste System im Supermarkt von Fort Lauderdale, um es im ganz normalen Einkaufsalltag zu erproben. Nachdem das Versuchsprojekt mittlerweile fast ein, Jahr erfolgreich läuft, hat Publix das System nun auch in einem Supermarkt in Coral Springs eingeführt.

Die beiden genannten Systeme sind zwar momentan nur bei Supermarktkonzernen mit speziell für den Lebensmittelsektor entwickelter Soft- und Hardware in Betrieb, aber Experten glauben nicht, daß das Konzept allein auf diesen Bereich beschränkt ist. Immerhin wenden heute bereits bestimmte Nonfood-Konzerne beachtlich viel Zeit auf, um ihre Waren mit Strichcodierungen und Sicherheitsetiketten zu versehen. Schon deshalb waren die Kosten für ein Self-Scanning-System mit integriertem Sicherheitscode im Non-food-Bereich gerechtfertigt.

Chris Hughes (RMDP Ltd., London) berichtet ebenfalles Über praktische Erfahrungen mit Self-Scanning: Albert Heijn's "Fun Store" in Tilburg wurde eigens als Standort für einige der neuesten Innovationen und Experimente erbaut. Das Geschäft heißt "Fun Store", weil die Initiatoren glauben, daß die Verwendung der Technologie den Einkauf dort tatsächlich interessanter mache. Trotzdem herrscht dort eine ganz normale Supermarkt-Atmosphäre.

Ein "Selfscan"-Wagen als Experiment

Das Selbst-Scanning-System ist eines der Experimente, das von ausgewählten Kunden getestet wird. Soll das System genutzt werden, so muß der Kunde sich schon vor dem Betreten des Supermarktes dafür entscheiden, indem er sich einen mit "Selfscan" gekennzeichneten Einkaufswagen (aus einer separaten Wagenreihe) nimmt. An diesem Spezialeinkaufswagen kann eine Self-Scanning. Einheit befestigt werden. Der Kunde schiebt also diesen Einkaufswagen in den Supermarkt, bekommt (nach Hinterlegung seines Personalausweises) an der Ausgabe einen Self Scanner und befestigt ihn am vorgesehenen Platz am Einkaufswagen. Ist dies geschehen, kann der Einkauf beginnen. Mit dem Handscanner liest der Kunden Strichcode auf den Artikel ab, die er aus dem Regal herausnimmt.

Der Handscanner kann an der Einheit am Wagen montiert bleiben (dann muß die Ware zum Scannen an ihm vorbeibewegt werden), er kann aber auch abgenommen und vom Kunden in der Hand gehalten werden (dann wird der Scanner über den Strichcode geführt). Während der Kunde den gescannten Artikel in den Einkaufswagen legt, wird ihm der Preis sofort elektronisch angezeigt - vorausgesetzt, er hat vorher die Plustaste gedrückt und damit zum Ausdruck gebracht, daß er die vom Scanner erfaßte Ware kaufen möchte.

Spezielle Einrichtungen für Problembereiche

Falls jedoch ein Artikel durch die Betätigung der Plustaste registriert ist, der Kunde sich aber entschließt, ihn doch nicht zu kaufen, kann der Prozeß durch das Drucken der Minustaste rückgängig gemacht werden. Dann wird der Strichcode nochmals abgelesen. Falls am Regal das Preisschild fehlen sollte, der Käufer den Preis aber wissen möchte, scannt er den fraglichen Artikel und erfährt so den Preis. Falls dieser nicht akzeptabel ist, kann die Transaktion wieder rückgängig gemacht werden.

Einige Produkte sind so beschaffen, daß sie keinen Strichcode tragen können, Dieses Problem wurde durch die Bereitstellung spezieller Einrichtungen für die jeweiligen Problembereiche überwunden. Beispielsweise gibt es Strichcodes mit Plastikbeschichtung an dem Stand für nicht abgepackte Brötchen, vorgedruckte Warenverzeichnisse für Kastengetränke und - für Obst und Gemüse - Waagen, die Strichcodes "ausspucken". Mit dem gefüllten Einkaufswagen begibt sich der Kunde zu einem Spezial-Checkout, um dort die Transaktion abzuschließen. Die Kassiererin entfernt die Self-Scanning-Einheit vom Einkaufswagen und stöpselt sie in einen PC, mit Kassenschublade.

Sofort werden auf dem Monitor sämtliche Kaufgegenstände und die zu zahlende Stimme angezeigt. Die Kassiererin nimmt einige Stichproben aus dem Einkaufswagen, scannt sie und sieht, daß die fraglichen Artikel auf dem Monitor hervorgehoben werden. Der Kunde zahlt auf die von ihm gewünschte Weise und bekommt einen detailliert aufgelisteten Kassenbon - wie es für jede Scanner-Operation üblich ist. Das Einkaufsgut muß dabei nicht aus dem Einkaufswagen genommen werden, so daß der Kunde den letzten Schritt der Kauftransaktion in sehr kurzer Zeit erledigt.

Nach dem Experiment die Weiterentwicklung

Über das amerikanische Experiment berichtete Chris Hughes auf der Automacom/Epos Europe 90 in Montreux ebenfalls im Detail: Publix wählte seinen Supermarkt in Fort Lauderale, um das neueste Self-Scanning-System von Checkrobot zu erproben. Der Konzern war bereit, mit Checkrobot in der Hauptgeschäftsstelle in Fort Lauderdale zu arbeiten.

Anders als beim holländischen Experiment muß bei Publix die Entscheidung für die Benutzung des Self-Scanning-Systems nicht vor Beginn des Einkaufes getroffen werden. Der Einkauf verläuft ganz normal.

Man wählt Waren aus den Regalen und belädt den Einkaufswagen. In dem Moment, da man sich den Kassenplätzen nähert, wird die Entscheidung für das Self-Scanning gefällt. Neben den herkömmlichen Scanner-Kassen gibt es auch eine Reihe mit Self-scan-Checkouts.

Der Kunde plaziert den Einkaufswagen am Ende des Checkouts, nimmt dann Artikel für Artikel heraus und führt ihn zum Lesen des Strichcodes über beiden Flachbett-Scanner; dann legt er die Waren auf das Warenförderband. Über diesem befindet sich ein Monitor, auf dem der Preis bei der Erfassung mit dem Scanner angezeigt wird. Das Band bewegt die Waren zu Checkout-Buchten, wo sie in den USA für die Kunden in Tüten verpackt werden.

Auf halber Bandstrecke ist eine Sicherheitsvorrichtung eingebaut, an der einige Parameter überprüft werden, uni sicherzustellen, daß alle Artikel auch mit dem Scanner erfaßt worden sind. Wird ein Fehler entdeckt, so wird die Laufrichtung des Bandes umgekehrt und der Kunde mittels Bildschirm über das Problem informiert.

Eine "talking option" ist zur Ergänzung der Bildschirminformation zugänglich. Der Flachbett-Scanner fungiert auch als Waage, der Gewicht und Preis feststellt. Für Obst- und Gemüseprodukte mit geringer Umschlagsgeschwindigkeit ist eine Zahleneingabe erforderlich. Sobald das gesamte Einkaufsgut gescannt, eingepackt und wieder in den Einkaufswagen verfrachtet ist, wird der Kunde zu einem zentralen Kassenplatz dirigiert, wo die Transaktion zu Ende geführt wird. Hier kann der Kunde auf die von ihm gewünschte Weise zahlen.

Der Kassiererin steht ein PC-gesteuertes System mit allen nötigen Peripherieanschlüssen zur Verfügung, mit dem sie Additionen oder Subtraktionen auf dem Kundenbon durchführen kann, bevor sie die Zahlung entgegennimmt und den vollständigen Kassenbon ausdruckt. Mit ihrem Bildschirm überwacht sie auch die Transaktionen an allen ihr zugeteilten Checkouts, so daß eine nicht erfolgte Bezahlung schnell entdeckt werden kann. Auf einen zentralen Kassenplatz kommen zwei bis vier Checkouts.

Kunde kann noch dem Einkauf entscheiden

Das System, so der Hersteller, verbessere den Kundenservice im beginnenden Ausgangsbereich, einem Schlüsselbereich für die Zufriedenstellung der Kunden, wie die meisten Einzelhändler meinen. Die hohen Kosten des Systems seien letztlich durch die mögliche Arbeitsersparnis gerechtfertigt; es würden außerdem weniger Arbeitskräfte zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes benötigt.

Das Scan-Tower-System von Nixdorf wurde nach eingehender Erforschung der Ansprüche der Einzelhändler und der bereits in Betrieb genommenen Pilotsysteme entwickelt. Das Konzept unterscheidet sich sowohl vom Ahold- als auch vom Checkrobot-Ansatz, da es für Kassen mit Einkaufswagen-Einkaufswagen-Modus aber auch mit Einkaufswagen-Band-Einkaufswagen-Modus einsetzbar ist. Das bedeutet, daß das System aller Wahrscheinlichkeit nach für kleinere Läden, aber auch für sehr große Läden brauchbar sein wird.

Der Kunde hat dieselbe Wahlmöglichkeit wie beim Checkrobot-System. Sobald er sich nach der Erledigung des Einkaufes auf konventionelle Art - der Kassenzone näherte trifft er seine Entscheidung für oder gegen den Self-Scanning-Checkout. Falls der Kunde sich für das Self-Scanning entschieden hat, muß er die Artikel, die er kaufen möchte, über einen Flachbett-Scanner führen. Er steht dabei direkt vor der Einheit, in der sich die elektronische Ausrüstung befindet. Beim Einkaufswagen-Einkaufswagen-Modus würde es bedeuten, daß beiderseits der Scanning-Einheit ein Einkaufswagen wäre.

Die Preise der gescannten Artikel werden auf einem Bildschirm angezeigt, der sich vor dem Kunden befindet. Eine einfach gehaltene Tastatur ermöglicht es dem Kunden, Standardfunktionen, zum Beispiel Korrekturen und Endsummen, durchzufahren.

Der Bildschirm hat ein Start-Menü und bietet eine Hilfseinrichtung an, die allerdings nur in Textform ist.

Die Sicherheitseinrichtung ist der Clou dieses Systems. Die Verwendung einer Wiegeplattform ist dabei neu. Es handelt sich um einen großen Sockel, auf dem sich der Einkaufswagen befindet, der mit den gescannten Waren beladen wird. Das Prinzip des Sicherheitskonzepts besteht darin, daß sobald der Kunde den betreffenden Artikel gescannt hat, er diesen in den Einkaufswagen legt, wobei die Ware überprüft, ob das hinzugefügte Gewicht mit dem Gewicht des registrierten Artikels übereinstimmt.

Durch den permanenten Vergleich ist es nicht so leicht möglich, die Artikel auszutauschen oder Oberhaupt nicht zu scannen. Wenn das System ein Problem entdeckt, leuchtet ein Licht auf und eine akustische Warnung ertönt, um das Personal darauf aufmerksam zu machen. Alternativ kann dem zentralen Kassenplatz eine Nachricht übermittelt werden, wobei die Problemzone hervorgehoben wird.

Der Kunde begibt sich zu dem zentralen Kassenplatz und bezahlt dort, womit der Einkauf beendet ist. Nixdorf erwartet, daß ein Kassenplatz vier bis fünf Self-scan-Checkouts bewältigen kann.

Die NCR hat bereits mehrere Pilotinstallationen in USA mit namhaften Kunden in Zusammenarbeit mit der Firma Check Robot realisiert, Dabei wurde das Modell mit Gewichts- und Abmessungskontrolle verwendet. Die Ergebnisse sind durchaus positiv, jedoch auf den amerikanischen Markt und dessen Bedingungen ausgerichtet.

Angekündigte Testinstallationen im europäischen Raum, auch nur mit reiner Gewichtsüberprüfung, werden in den nächsten Monaten zeigen, ob der von den Experten erwartete Nutzen wie Reduzierung der Warteschlangen, mehr Umsatz durch mehr Kunden, Senkung der Personalkosten etc. eintritt oder ob die Inventurdifferenzen sich erhöhen und damit den Nutzenvorteil aufzehren.