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22.12.1989 - 

Commerzbank verkauft Aktienpaket

Sema-Gruppe steigt bei der ADV/Orga ein

FRANKFURT - Die Commerzbank hat einen Abnehmer für die ADV/Orga gefunden. Sie verkaufte die Mehrheit ihrer Anteile an dem Wilhelmshavener Softwarehaus an die Sema Group PLC (London/Paris). Der Deal sichert dem eigenen Angaben zufolge zweitgrößten Softwarehersteller Europas 50,13 Prozent des Kapitals.

Die Commerzbank kassiert 25 Millionen Mark für das Paket und bleibt noch mit zehn Prozent an ADV/Orga beteiligt. So will das Finanzinstitut auch weiterhin Einfluß auf die Geschicke des seit Jahren in der Verlustzone dümpelnden Softwarehauses nehmen. "Im Aufsichtsrat werden wohl einige Herren die Plätze räumen müssen", deutet ein Sprecher der Commerzbank an. Die Sema Group PLC erreicht in diesem Geschäftsjahr europaweit einen Umsatz von 800 Millionen Mark und ist in der Bundesrepublik mit einer Tochtergesellschaft in Köln vertreten.

Kurz vor Weihnachten 1988 war die Commerzbank bei ADV/ Orga eingestiegen.

Sie verabschiedete den bisherigen Hauptaktionär, Unternehmensgründer und Vorstandsvorsitzenden Friedrich A. Meyer. Der Verlust lag zu dieser Zeit bei 9,5 Millionen Mark, und die Umsätze gingen weiter zurück. Auch die Stammkunden zeigten damals Nerven, stornierten Aufträge.

Während die Commerzbank ihr Vorstandsmitglied Axel Freiherr von Ruedorfer walten und vor allem sanieren ließ, hielt man in Wilhelmshaven und Frankfurt Ausschau nach einem einsteigewilligen Partner. Mehrere Interessenten sollen sich in Wilhelmshaven umgesehen haben, so ist zu hören. Mit der Sema Group versucht nun eine europäische Branchengröße, das hochqualifizierte Mitarbeiterpotential in der niedersächsischen Provinz zu nutzen.