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15.10.1982 - 

Erfolgssicherung von Weiterbildungs-Veranstaltungen wird immer wichtiger:

Seminarerfahrungen in die Praxis umsetzen

KÖLN (nw) - Angesichts der raschen Entwicklung der Technik scheint das herkömmliche Bildungssystem überfordert. Der Trend zur Informationsgesellschaft erfordert, wie das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft betont, eine ständige Weiterbildung der Mitarbeiter. Doch bei gleichzeitig nur begrenzt verfügbaren Mitteln wird die Frage nach der Erfolgssicherung der Maßnahmen immer wichtiger.

Die Messung des Seminarerfolgs am Arbeitsplatz entscheidet letztlich nach Ansicht der Bildungsforscher auch über die Kosten-Nutzen-Relation der Weiterbildungsveranstaltung. Fällt der Test negativ aus, hat sich die Maßnahme aus der Sicht des Betriebs nicht gelohnt.

Um die Bruchstelle zwischen dem betrieblichen Alltag und dem im Seminar Gehörtem ausschalten zu helfen, hat jetzt die Sparkassenakademie in Bonn ein Konzept vorgelegt, das den Lerntransfer durch bessere Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Seminare erhöhen soll. Bei der Vorbereitung habe der Trainer darauf zu achten, die Lerninhalte dem betrieblichen Funktionsfeld anzupassen. Dazu befragt er Vorgesetzte und Teilnehmer über ihre Erwartungen. So könne er die Wirklichkeit des Arbeitsplatzes unter Seminarbedingungen "nachbauen". Während der Veranstaltung soll nun der Trainer aktivierende Methoden wie Rollenspiele, Gruppenarbeit und Medien (Videoaufzeichnungen) einsetzen, um so den Nutzen des Gelernten aufzuzeigen und das Gelernte zu üben.

Nach Abschluß des Lehrgangs müssen die Seminarerfahrungen mit der Praxis in Einklang gebracht werden. Dazu bedarf es der Mitarbeit durch den Vorgesetzten, der den Mitarbeiter unterstützen und ermutigen sollte. Zudem veranlasse der Trainer den Teilnehmer, "alte Praktiken kritisch zu überprüfen".

Seminarerfolg wird meßbar

Wie das Institut weiter berichtet, kann nun der Transfererfolg einer Weiterbildungsveranstaltung grundsätzlich daraufhin überprüft werden, ob er sich nur auf den Lehrgang oder das Seminar beschränkt oder auf den Arbeitsplatz übertragen wurde. Das von dem amerikanischen Psychologen A. C. Hamblin hierzu entwickelte Schema (siehe Grafik) unterscheide dabei verschiedene Wirkungsstufen des Erfolgs:

- Zufriedenheit: Gemessen wird die Zahl der positiven Äußerungen der Lehrgangsteilnehmer. Zufriedenheit mit der Veranstaltung sei aber nur eine notwendige Voraussetzung für den Erfolg in der zweiten Phase.

- Einstellungsänderung: Gegen Ende der Weiterbildungsveranstaltung wird überprüft, ob die Teilnehmer mit genauen Vorstellungen zur Änderung des eigenen Verhaltens in ihren Bereich zurückkehren. Gemessen wird hier die Änderung der Einstellung.

- Anwendung am Arbeitsplatz: Ob die vermittelten Weiterbildungsinhalte auch tatsächlich am Arbeitsplatz angewendet werden, wird dann am Arbeitsplatz selbst überprüft. Gemessen wird der Anwendungs- oder Verhaltenserfolg.