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14.11.2003 - 

Lasttests und Softwareverteilung

Semiramis vereinfacht ERP-Management

MÜNCHEN (CW) - Die CIS AG mit Sitz in Hannover hat Version 2.1 ihres in Java geschriebenen ERP-Produkts "Semiramis" vorgestellt. In dem neuen Release steht neben funktionalen Erweiterungen vor allem das System-Management mit Lasttests und Softwareaktualisierung im Vordergrund.

Das neue Release unterstützt das Freeware-Produkt "Open STA" (Open System Testing Architecture), das für Lasttests von Web-Anwendungen konzipiert wurde. Möglich ist diese Unterstützung, weil Semiramis aufgrund seiner Zero-Client-Architektur nur über Browser bedient wird und sich daher selbst wie eine Web-Applikation verhält. CIS hat hierzu einen eigenen Skript-Recorder geschrieben, der Browser-Anfragen mit einer hochvolumigen Transaktionsverarbeitung inklusive Schleifen aufzeichnen kann. Mit dem Open-STA-Lastgenerator können je Standard-PC mindestens 150 virtuelle User simuliert werden, deren Aktivitäten zuvor - ähnlich wie mit Makro-Funktionen in Office-Programmen - als Skript aufgezeichnet wurden. Wie sich die verschiedenen Systemkomponenten verhalten, überwachen Open STA sowie die Monitoring-Funktionen der einzelnen Komponenten (Datenbank, Netzwerk oder Betriebssystem). Die Inhalte der Protokolle lassen sich zum Beispiel in eine Excel-Datei importieren und anschließend auswerten. Im Gegensatz zu kommerziellen Last-Tools, die marktüblich auf Projektbasis lizenziert werden, ist dieses Verfahren kostenlos und erlaubt die Anlage individueller Lastprofile.

Anpasssungen werden per Download eingespielt

Auch der Bereich Softwareaktualisierungen wurde weiter vereinfacht. Korrekturen, kunden- und branchenspezifische Erweiterungen werden per Download-Funktion in das Testsystem des Anwenders überspielt, der dort die Auswirkungen von Neuerungen beziehungsweise Änderungen simulieren kann. Die Funktion "Zielsystem aktualisieren" erlaubt auf Wunsch die selektive Installation auf dem Semiramis-Produktiv-Server. Beide Systeme, die im Regelfall auf ein und derselben Hardware installiert sind, kommunizieren miteinander und protokollieren jeden einzelnen Schritt des Aktualisierungsprozesses. Die Installation selbst erfolgt voll automatisch. Eine Download-Datei enthält prinzipiell nur die Änderungen (Delta), nicht die vollständigen Anwendungen und wird über das Supportsystem des jeweiligen Semiramis-Partners ausgeliefert. Dieser hält in der Regel zu jeder Kundeninstallation ein eigenes Entwicklungs- und Testsystem vor, mit denen er spezifische Anpassungen programmiert und vor der Auslieferung testet. Kommen die Änderungen direkt vom Hersteller, werden sie ebenfalls per Download mit entsprechender Protokollierung in das Qualitätssicherungssystem beim Partner eingespielt, das sie dann mit der Entwicklungsplattform des jeweiligen Anwenders abgleicht. Mit dieser geschlossenen, durchgängig dokumentierten und automatisierten Softwareverteilung vom Hersteller bis zum Endanwender will CIS nach eigenen Angaben den Aktualisierungsaufwand so weit vereinfachen, dass alle kundenspezifischen Anpassungen erhalten bleiben und man auch beim Upgrading auf einen neuen Release-Stand ohne aufwändige Migrationsprojekte auskommt.

Unicode erlaubt beliebige Sprachkombinationen

Neu in Release 2.1 ist ferner eine eigene Terminologiedatenbank, die im Repository für Entwicklerdaten als Objekt gespeichert ist. Gepflegt wird sie über eine spezielle Schnittstelle zu den Übersetzungslösungen von Trados. Semiramis basiert auf Unicode und erlaubt nach Angaben des Herstellers jede beliebige Kombination von Entwicklungs- und Anzeigesprache. Benutzer können auswählen, welche Anwendungen oder Teile davon, die von einer ausländischen Niederlassung betrieben werden, in deren Landessprache übersetzt werden sollen. Auch der Anwender selbst kann die Übersetzungen vornehmen, alle Aktivitäten werden über ein eigenes Berichtswesen dokumentiert. (ue)