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10.11.1998 - 

Beide Hersteller bieten Partitionierungs-Optionen

Sequent und Data General bauen ihre Numa-Server aus

MÜNCHEN (CW) - Nahezu gleichzeitig haben Sequent und Data General überarbeitete Varianten ihrer Numa-Server (Numa = Non Uniform Memory Access) vorgestellt. Zu den herausragenden Eigenschaften gehört die Möglichkeit, die Rechner in Windows-NT- und Unix-Systeme zu partitionieren und über Fibre-Channel-Komponenten mit Speichersubsystemen zu verbinden.

Nach dem Konkurrenten Sequent verspricht nun auch Data General seinen Kunden die Möglichkeit, Numa-basierte Mehrprozessor-Server zu partitionieren. Mit Hilfe der "AV-Flex"-Technologie sollen sich die neuen "AV-25000"-Server in mehrere Partitionen unterteilen lassen, auf denen jeweils eine eigene Kopie der Betriebssysteme "DG-UX" oder Windows NT läuft.

Innerhalb eines DG-UX-Rechners könne zudem mit dem Werkzeug "Class Scheduling Facility" die Arbeitslast effizienter verteilt werden, indem etwa Anwendungen bestimmten Prozessoren oder Prozessorgruppen zugewiesen würden, so der Hersteller. Für die Verwaltung von AV-Flex-Installationen stellt DG die Web-basierte Management-Software "M3W" zur Verfügung.

Brian Richardson, Analyst bei der Meta Group, hält die jüngsten Bemühungen von Sequent und DG für sinnvoll. Mit den Techniken zur Partitionierung würden Anwender in die Lage versetzt, verschiedene Unix- und NT-Anwendungen auf einer Plattform zu konsolidieren und auf einfache Weise zu verwalten. Darüber hinaus reduziere sich die benötigte Stellfläche.

Sowohl Data General als auch Sequent statten ihre Numa-Server ferner mit Fibre-Channel-basierten Verbindungen zu Speichersubsystemen aus. Mit Hilfe dieser und weiterer Komponenten ließen sich auch Cluster aus Numa-Servern und Speichersystemen aufbauen. So verspricht etwa DG im Rahmen seines "Disaster Recovery Cluster" auf Basis von Numa-Servern und den eigenen "Clariion"-Speichersystemen eine Datenspiegelung über eine Distanz von maximal zehn Kilometern. Sequent bietet eine ähnliche Lösung an und greift dabei auf eine gemeinsam mit EMC entwickelte Technik zurück.

Pentium-Pro- und Xeon-CPUs in einem Rechner

Zu deutlichen Leistungssteigerungen der Numa-Server sollen Intels "Xeon"-Prozessoren beitragen, die DG und Sequent für ihre neuen Rechner verwenden. Sequents bereits angekündigte "Numa-Q-2000"-Server etwa arbeiten mit 400-Megahertz-Xeon-CPUs und sollen im Vergleich zu den älteren Modellen einen Leistungszuwachs um das Zweifache bieten. Ferner lassen sich die Systeme künftig mit bis zu 64 Prozessoren statt wie bisher mit 32 Chips bestücken. Ältere Systeme auf Basis von Pentium-Pro-CPUs können per Board-Austausch aufgerüstet werden. Dabei soll auch der gemischte Einsatz von Xeon- und Pentium-Pro-Platinen möglich sein.

Sequent hat eigenen Angaben zufolge auch den Datendurchsatz und die Latenzzeit seiner IQ-Links verbessert. Diese Komponenten stellen die Verbindung zwischen den Vierprozessor-Boards her, die der Hersteller in den Numa-Servern verwendet.

Der Einstiegspreis für die Numa-Q-2000-Server liegt bei etwa 200000 Dollar. Sequent sieht sich damit gegenüber Konkurrenzprodukten von HP oder Sun gut positioniert. Für Kunden mit weniger hohen Ansprüchen an die Rechenleistung liefert der Hersteller ab dem ersten Quartal 1999 die Baureihe "Numa-Q 1000" aus.