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12.03.2004 - 

Fusion macht Duo zur Nummer zwei im Markt für Enterprise-Change-Management

Serena kauft Merant und fordert IBM heraus

MÜNCHEN (CW) - Für 380 Millionen Dollar in bar und Aktien will Serena Software seinen Konkurrenten Merant Plc. kaufen. Durch den Zusammenschluss entstünde die Nummer zwei im Markt für Enterprise-Change-Management (ECM).

Stimmen die Aufsichtsbehörden und Merant-Aktionäre der Fusion zu, würde ein Unternehmen mit über 15 000 Kunden und 225 Millionen Dollar Jahresumsatz entstehen, das laut IDC die Nummer zwei im Markt hinter IBM/Rational wäre. Zur künftigen Produktstrategie wollte sich Serena auf Anfrage nicht äußern. Offiziell hieß es nur, dass sich die Produkte ergänzen und nicht nur an Neukunden, sondern auch jeweils an die Klientel des Fusionspartners verkaufen ließen. Mark Woodward, Chief Executive Officer von Serena, erklärte zudem, dass die Tools grundsätzlich separat weiterentwickelt und unterstützt werden sollen.

Software für ECM dient zum zentralisierten Management von Änderungen in Anwendungen und Content im Unternehmen. Serena bietet hierfür mit "Change Man" Produkte für IBM-Mainframes, Unix- oder WindowsLösungen an. Mit "Startool" sind zudem Werkzeuge für OS/390-basierende Anwendungen erhältlich, die zum File- und Daten-Management, zur Analyse von Programmabbrüchen (Dumps) und Performance sowie zu Tests und Debbuging dienen. Merant - vor allem mit dem Produkt "PVCS" im Geschäft - bietet mittlerweile mit "Merant Dimensions" eine Softwarepalette, die beim Entwickeln und Verwalten verteilter Anwendungen verschiedene Aufgaben abdecken soll.

Dazu zählen Versionskontrolle, Änderungs-, Build-, Release-, Workflow- und Prozess-Management. Ferner ist eine Software für Web-Content-Management erhältlich.

Beide Unternehmen waren zuletzt profitabel gewesen. So konnte Merant, im dritten Quartal (Ende: 31.Januar 2004) seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp fünf Prozent auf 31,8 Millionen Dollar steigern und den Nettogewinn auf 950000 Dollar mehr als verdreifachen. Serena hatte im vergangenen vierten Quartal (Ende: 31.Januar 2004) die Einnahmen um 13,5 Prozent auf 29,6 Millionen Dollar steigern können, musste aber gegenüber dem Vorjahresquartal einen Rückgang der Nettoerträge um 11,4 Prozent auf 5,9 Millionen Dollar hinnehmen. Das Geschäftsjahr schloss Serena mit einem Umsatz von 95,8 Millionen Dollar und 23,2 Millionen Dollar Nettogewinn ab.

Merant war 1999 aus der Fusion des Cobol-Spezialisten Microfocus mit Intersolv, einem Anbieter von Connectivity-Produkten, hervorgegangen. Im Jahr 2001 konzentrierte sich Merant dann ausschließlich auf das EMC-Geschäft. Die Cobol-Aktivitäten und die Datenintegrationssoftware "Data Direct" wurden an eine Beteiligungsgesellschaft verkauft. Merant übernahmen seinerseits den abgewirtschafteten Content-Management-Spezialisten Netobjects, um sein Portfolio abzurunden. (as)