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24.05.1996 - 

Speichern und Archivieren/

Serial Storage Architecture (SSA)

Die britische IBM-Tochter in Havant hat die seit langem von Big Blue eingesetzte Platten-Schnittstelle der 9330-Laufwerke modernisiert und für die allgemeine Anwendung mit SCSI-Protokoll weiterentwickelt. IBM als Lizenzgeber und Hersteller des Chipsets für SSA stellte bisher nur eine Variante mit zwei gegenläufigen Ringen zur Verfügung. Damit läßt sich dann eine Übertragungsrate von etwa 80 MB/s erreichen. Unter gleichen Voraussetzungen (zwei Ringe, vollduplex) sind das beim Fibre Channel 400 MB/s.

Ein SSA-System kennt keine festen Adressen, auch nicht über Software-Einstellung. Bei der Installation beziehungsweise bei Betriebsbeginn wird gezählt, wie viele Laufwerke angeschlossen sind. Befehle und Daten erhalten einen Meldekopf, der die geografische Position (Anzahl der benötigten Zwischenstrecken, Hops) enthält. Auf der Reise um den Ring nimmt jedes angeschlossene Gerät diese Zählvariable aus dem Meldekopf, verringert den Wert um EINS und gibt die Daten weiter, bis die Adresse NULL erreicht ist.

Bei Geräteausfall oder -einfügung muß die übergeordnete Software also allen Teilnehmern die neue Zuordnung mitteilen, weil dann ein Speicher unter einer anderen Zählnummer läuft. Daten, die vorher unter einer bestimmten Adresse gespeichert wurden, müssen unter einer anderen Adresse gelesen oder weiterverarbeitet werden. Noch nicht vollständig abgearbeitete Übertragungen brauchen eine neue Adreßzuordnung.

Die SSA-Technik hat noch einen mehrmonatigen Vorsprung im Markt. Der daraus entstandene Preisvorteil wird sich aber verringern, weil inzwischen immer mehr Unternehmen FC-Produkte anbieten.

SSA wird von IBM und Micropolis unterstützt. Einige Hersteller wollen eventuell SSA-Controller auf den Markt bringen. Zur Förderung der SSA-Architektur wurde die SSA-Industry Association (SSA-IA) gegründet.