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08.12.1978 - 

Neuer Datenbank-Computer von IBM erfolgreich gestartet:

Serie /38 verursacht Kopfzerbrechen bei den Soflwarehäusern

ZÜRICH (sg) - Nach bislang unbestätigten Meldungen hat die IBM-Schweiz knapp drei Wochen nach der Ankündigung ihres neuesten Datenbank Computers /38 bereits über 50 Abschlüsse in der Schweiz tätigen können. Von derartigen Verkaufszahlen in einem solch kurzen Zeitraum mögen andere Computerhersteller wohl auf absehbare Zeit nur zu träumen.

Bei IBM selbst zeigt man sich gelassen über den beachtlichen Einstiegserfolg. Beunruhigt sind hingegen einige andere Hersteller, und hierbei ganz besonders die Softwarefirmen. Denn gerade die Softwarehäuser haben sich mit ihrer Produktion doch zunehmend an den Hardware-Produkten des Marktleaders IBM orientiert. Sie sehen sich daher durch das neue Datenbank-Konzept der IBM zumindest für den Augenblick stark gehandikapt. Zumal davon ausgegangen werden muß, daß die große Masse der kommerziellen, bislang vorwiegend auf die Systeme IBM 370 und /34 hin ausgerichteten Programme nun nicht mehr passen.

Zum anderen kommt noch hinzu, daß die Programmierer einstiger Prägung, sowohl von der Ausbildung als auch von der Denk- und Arbeitsweise her gesehen, ganz und gar nichts mit dem hardwaremäßig verankerten Datenbank-Konzept der IBM anzufangen wissen. Es bleibt eigentlich nur zu hoffen, daß bis zu den ersten Auslieferungen der IBM /38, die etwa für den Herbst 1979 zu erwarten sind, die wunderbare Wandlung des Normal-Programmierers zum Datenbank-orientierten Organisationsprogrammierer gelingen wird.

Denn das Konzept der Serie /38 erfordert den Organisationsprogrammierer. Angesichts der gegenwärtig noch spärlichen Ausbildungsmöglichkeiten ist der Zustrom der sich der IBM in besonderer Weise verbunden fühlenden Softwarefirmen entsprechend stark. Doch manch einer wird erkennen müssen, daß er das, was dort von ihm an Umdenken gefordert wird, auch bei bestem Willen nicht mehr zu erbringen vermag. Damit geht jetzt eine Ära der Programmierung - zwar nicht ganz unerwartet, aber dennoch zu einem von vielen als zu früh empfundenen Zeitpunkt und für manchen wohl sehr überraschend - zu Ende.