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Know-how-Transfer Universität - Industrie:


28.03.1980 - 

Serienreifer Karlsruher X.25-Baustein

KARLSRUHE (pi) - Ein Beispiel erfolgreicher öffentlicher Projekförderung mit anschließendem Know-how Transfer in die Industrie lieferte die Universität Karlsruhe. Als Ergebnis des an der Informatik-Rechnerabteilung bei Professor Dr. Werner Zorn durchgeführten Projekts "Entwicklung eines X.25-Bausteins" wurde jetzt ein marktreifes Produkt vorgestellt (vergleiche Interview der COMPUTERWOCHE Nr. 9/80).

Bei der vom Bundesministerium für Forschung und Technologie mit finanzieller Beteiligung der Firma Siemens geförderten Entwicklung handelt es sich um einen integrierten Hardware/Software-Baustein zum Anschluß von Datenendgeräten an Rechenanlagen über ein X. 25-Paketvermittlungsnetz .

Besondere Bedeutung besitzt der Baustein angesichts der zahlreichen derzeit im Aufbau befindlichen öffentlichen und privaten X.25-Paketvermittlungsnetze. Beispielsweise entsteht durch die Inbetriebnahme des DATEX-P Netzes der DBP Mitte 1980 ein großes Interesse, für vorhandene sowie künftige DFÜ-Anwendungen die neuen kostengünstigen Dienste möglichst schnell auszunutzen.

Bei dem vorliegenden Baustein wird dies ermöglicht durch eine transparente Umsetzung am Netzein- und -ausgang, wobei alle Funktionen und Eigenschaften der angeschlossenen Endgeräte voll erhalten bleiben. Weder an Geräten noch an den Anwendungsprogrammen müssen Änderungen vorgenommen werden.

Angeschlossen werden können prinzipiell alle Geräte, die eine DÜ-Prozedur nach DIN 66019 verwenden. Der Baustein muß im Einzelfall auf den zu verwendenden Endgerätetyp angepaßt werden, wobei eine entsprechende Prozedurbibliothek im Aufbau befindlich ist.

Entwicklungsaufwand gering

Die Entwicklung des Gerätes erfolgt mit einem Personaleinsatz von zirka sechs bis sieben Mannjahren. Gemessen an Industriemaßstäben ist dieser Entwicklungsaufwand vergleichsweise gering. Die beiden am Projekt unmittelbar beteiligten Mitarbeiter, H.-P. Dittler und C. Chlap, beide seinerzeit frischgebackene Absolventen der Fachrichtungen Informatik beziehungsweise Elektrotechnik, sehen die Ursachen für die Effizienz vor allem in den günstigen Arbeitsbedingungen, insbesondere dem breiten Erfahrungshintergrund, geringen Koordinationsverlusten, zahlreichen Außenkontakten und nicht zuletzt in leistungsfähigen Entwicklungs- und Testsystemen.

Dies erklärt ebenfalls die Qualität des Produkts, das sich derzeit gegen internationale Konkurrenz offenbar erfolgreich auf dem Markt behauptet. Siemens wird das Gerät bei der Hannover-Messe vorstellen. Inzwischen läuft bereits das Nachfolgeprojekt an der Informatik Karlsruhe in Richtung "Höhere Protokolle".