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21.10.1994

Series-300-Geraete sind schon ab 1000 Dollar zu haben IBM stellt die Nachfolger fuer PS/2- und Valuepoint-PCs vor

SAN MATEO (IDG) - Vor wenigen Tagen nahm IBM von sechs Jahren Hardware-Entwicklung Abschied: Die neuen PC-Baureihen "Series 300" und "Series 700" bestehen fast ausschliesslich aus Standardbauteilen. Sie loesen die Baureihen "PS/2" und "Valuepoint" ab.

Statt der Eigenentwicklung fuer den System-Bus (Microchannel) und den Grafikadapter (Extended Graphics Architecture = XGA) werden die neuen Rechner die Bus-Systeme EISA, ISA, PCI und VESA unterstuetzen. Das System "Select-A-Bus" wird auf einer separaten Platine angeboten, so dass der Benutzer sich auch nach dem Kauf zum Wechsel entschliessen kann. Auch in puncto Prozessor setzt IBM auf den Marktfuehrer: Zur Auswahl stehen die Intel-CPUs 486DX (Taktrate 33 Megahertz), 486DX2-66, 486DX4-75 und 486-100 sowie Pentium- Prozessoren mit Taktraten zwischen 66 und 100 Megahertz.

Die Kapazitaet der Festplatten wird zwischen 230 MB und 2 GB betragen. Die Preise spiegeln IBMs Willen wider, Konkurrenten wie Compaq oder Dell Paroli zu bieten: Die neuen Rechner werden voraussichtlich zwischen 1000 und 3500 Dollar kosten.

IBM baut dafuer eine neue Produktion e la Dell auf, bei der die Rechner nach Auftragseingang gefertigt werden. Kunden steht damit eine reichhaltige Ausstattungspalette zur Verfuegung, unter anderem die Betriebssysteme Windows oder OS/2.

50 Prozent Marktanteil bleiben ein Wunschtraum

IBM rechnet sich mit den neuen PCs Chancen aus, wieder einen Marktanteil wie 1988 zu erlangen. Damals trugen 50 Prozent aller verkauften PCs das blaue Typenschild. Doch Marktbeobachter wie Richard Zwetchkenbaum von der International Data Corp. halten das fuer reine Wunschtraeume: "IBM wird nie wieder die Position von 1988 erreichen. Die neuen PCs werden nur zeigen, ob die PC-Abteilung aus ihren Fehlern gelernt hat und jetzt wirklich das produziert, was die Kunden wuenschen."

Vorlaeufiges Auslieferungsdatum der PC-Serie 300 ist Mitte November, die Pentium-Rechner der Baureihe 700 werden nicht vor Dezember erhaeltlich sein.

Erst Anfang naechsten Jahres wird eine Moeglichkeit geschaffen, um Microchannel-Adapter weiterverwenden zu koennen. Ende dieses Jahres wird IBM wahrscheinlich auch eine neue Generation von Pentium- Servern und ein Notebook mit CD-ROM-Laufwerk vorstellen.