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23.11.2001 - 

Deutscher Markt im westeuropäischen Vergleich relativ stabil

Server-Nachfrage geht weiter zurück

EGHAM (CW) - Der seit Anfang 2001 in Westeuropa rückläufige Absatz von Servern hat sich auch im dritten Quartal nicht erholt.

"Die Tendenz geht dahin, in Upgrades oder kleinere Maschinen zu investieren", kommentiert Karen Benson, leitende Analystin bei Gartner Dataquest, die Ergebnisse einer Marktanalyse ihres Unternehmes. Demnach schwächelt der westeuropäische Server-Markt jetzt schon im dritten Quartal in Folge. So wurden in den Monaten Juli bis September dieses Jahres nur noch 248000 Server verkauft, sieben Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Umsatz ging dabei sogar um 21 Prozent auf 3,26 Milliarden Dollar zurück - eine Folge der wachsenden Nachfrage nach kleineren Modellen.

Die Verlagerung der Nachfrage hat dazu geführt, dass nur noch ein Anbieter seinen Absatz steigern konnte: Dell vermochte ein Viertel mehr Maschinen zu verkaufen und hat sich im dritten Qaurtal 2001 mit 35430 Einheiten auf einen Marktanteil von 14 Prozent und auf Platz drei in der Anbieterliste vorgearbeitet. Auch für Compaq, mit rund einem Drittel Marktanteil weiter Spitzenreiter in diesem Segment, hat sich die stärkere Fokussierung auf Intel-basierende Server bezahlt gemacht. Der Umsatz ging nur um fünf Prozent zurück.

IBM, HP und Fujitsu-Siemens registrierten jeweils eine um zehn Prozent geringere Nachfrage gegenüber dem dritten Quartal 2000. Big Blue konnte mit 18 Prozent Marktanteil seine zweite Position unter den größten Anbietern behaupten. HP fiel mit zwölf Prozent Anteil auf Platz vier hinter Dell zurück. An fünfter Position findet sich Fujitsu-Siemens mit acht Prozent Marktanteil. Der große Verlierer ist Sun, vor einem Jahr noch gleichauf mit dem japanisch-deutschen Konsortium. Mit einem Verkauf von 11460 Maschinen im letzten Quartal erlebte Sun einen Umsatzrückgang um 48 Prozent, der Marktanteil sackte auf fünf Prozent ab.

Im Vereinigten Königreich brach der Server-Markt nach Stückzahlen um 21 Prozent ein. In Frankreich ging demgegenüber die Nachfrage nur um sieben Prozent zurück. Hier überrascht NEC mit einem Absatzplus von 40 Prozent.

Am stabilsten ist der Markt noch in Deutschland. Der Wert der Server-Verkäufe sank zwar im dritten Quartal 2001 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15 Prozent. Nach Stückzahlen aber reduzierte sich der Server-Absatz im letzten Quartal nur um zwei Prozent auf 54880 Rechner. Das waren sogar zwei Prozent mehr als im zweiten Quartal dieses Jahres. Besonders schwach schnitt hierzulande Fujitsu-Siemens ab: Ein Minus von 24 Prozent im Vergleich der dritten Jahresquartale dürfte die Münchner Zentrale erschrecken.

Doch Fujitsu-Siemens behauptet hierzulande weiter den zweiten Platz (18 Prozent) im Anbieter-Ranking. Denn auch IBM verkaufte in Deutschland um 23 Prozent weniger Server als im dritten Quartal 2000 - und verlor mit jetzt 14 Prozent Marktanteil Platz drei an HP. Dieser Anbieter kommt jetzt auf 16 Prozent Marktanteil, nachdem er in den letzten zwölf Monaten 28 Prozent mehr Rechner absetzen konnte. Allerdings flacht die Erfolgskurve deutlich ab, gegenüber dem zweiten Quartal dieses Jahres waren es nur noch plus vier Prozent.

Chef im Ring bleibt Compaq mit einem deutschen Marktanteil von jetzt 27 statt 25 Prozent im Vorjahr. Möglich wurde das durch acht Prozent mehr Server-Verkäufe.

Den auffälligsten Absatzrekord des Jahres hat allerdings Dell hingelegt. Mit 4520 ausgelieferten Maschinen übertraf man im dritten Quartal 2001 das Vorjahresergebnis um satte 93 Prozent, was dem Unternehmen zu einem Marktanteil von acht Prozent und erstmals einem Platz in den Top Five der Server-Anbieter in Deutschland verhalf. (ls)

Abb: Der Server-Markt im dritten Quartal

Quelle: Gartner Dataquest