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26.07.1996

Server-Trends/Schlaflose Nächte

Glaubt man Insidern, so ist der Konkurrenzkampf unter den Server-Anbietern ähnlich hart wie auf dem umkämpften PC-Markt. Das verwundert nicht, schließlich sind es die Server, mit denen sich noch satte Margen erzielen lassen.

Bislang allerdings bedienten nur vergleichsweise wenige Anbieter das strategisch wichtige Segment der Server mit ihren Multiprozessor-Maschinen. Diese Zeiten sind vorbei. Mit der aggressiven Marktpolitik insbesondere von Intel dürfte die Server- Szene in den kommenden Jahren erheblich durcheinandergewirbelt werden. Mit seinen Standard-High-Volume-(SHV-)Platinen bietet der Prozessoroligopolist aus Kalifornien im Prinzip das Herz einer kompletten SMP-Maschine jedem an, der sich auf das Server-Segment einschießen will. Mit der Numa-Speicherkoppelungs-Architektur (siehe nebenstehenden Artikel) veredeln darüber hinaus verschiedene Hardwarehersteller die Intel-Technologie. Das Produkt sind extrem leistungsstarke Server. Diese werden im wesentlichen unter Microsofts NT-Betriebssystem laufen.

In diesem Licht gesehen, liest sich die Stellungnahme der Wintel- Konkurrenz (siehe Seite 39), Intel-NT-Server seien für High-end- Anwendungen nicht geeignet, eher wie ein Rückzugsgefecht. Wenn die RISC-Anbieter wirklich so gelassen sind angesichts der Attacke des Wintel-Lagers, warum bieten sie dann alle - Ausnahme Sun - mit Intels SHV-Technologie ausgestattete Server an? Warum investieren sie alle mehr oder weniger Geld in Projekte, um ihre Server zu Rechnerverbünden zusammenzuschließen, also zu clustern? Unter NT wohlgemerkt.

Der Anwender will mehr Übersichtlichkeit im Markt. Insofern dürfte er über das Gespann Intel-Microsoft nicht unglücklich sein. Deshalb kann man auch davon ausgehen, daß die RISC-Unix-Anbieter zunehmend schlaflose Nächte haben werden.