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25.02.2000 - 

Software von Ensim klont Server-Umgebungen

Serverxchange bedient viele ASP-Kunden auf einem Rechner

MÜNCHEN (CW) - Statt jedem Kunden einen Rechner zur Verfügung zu stellen, können Application-Service-Provider (ASPs) mit Serverxchange von Ensim mehrere virtuelle Computer auf einem einzigen physischen System erzeugen. Der amerikanische Hersteller bietet sein Produkt nun auch in Europa an.

Ensim versteht sich als Ausstatter für Service-Provider, die ins Geschäft mit dem Vermieten von Anwendungen (Application-Service-Providing) einsteigen wollen. Die Software Serverxchange vervielfältigt einen Rechner; so entstehen mehrere logische Maschinen ("Private Servers") auf einem einzigen physikalischen System. Nach Angaben des Anbieters erhält jeder Klient eine von denen der anderen ASP-Kunden abgeschlossene Umgebung, in der seine gemietete Anwendung läuft. Jeder Private Server lässt sich dabei für jeden Programm-Mieter individuell in puncto Speicher- und CPU-Kapazität sowie der Auswahl der Applikationen einrichten. Die einzelnen virtuellen Maschinen sind so voneinander isoliert, dass ein Fehler in einem Private Server keinen Einfluss auf die anderen hat. Jede Programmumgebung verfügt dabei über einen eigenen TCP/IP-Stack. Laut Ensim ist ein ASP durch Serverxchange in der Lage, die Anzahl der physikalischen Server in seinem Rechenzentrum zu begrenzen. Gleichzeitig kann er flexibel seine Infrastruktur für zusätzliche Kunden erweitern.

Über die Management-Konsole "Opcenter" lassen sich die Private Server konfigurieren. Das "Controlcenter" enthält alle Kundendaten und erzeugt Alarme, wenn in den virtuellen Maschinen Fehler auftreten.

Wie der Brancheninformationsdienst "Computergram" berichtet, verhandelt Ensim mit Softwareherstellern, um deren Anwendungen über Serverxchange zur Verfügung stellen zu können. 15 Applikationen arbeiten bereits mit der Server-Software zusammen. Bis Ende März will der Hersteller 45 weitere Produkte hinzufügen. Ensim führt unter anderem Gespräche mit Siebel, Oracle und Lotus. Der Hersteller bietet eine Reihe von Programmpaketen an, die sich mit Serverxchange betreiben lassen. Diese Suites enthalten E-Mail-, Web-Server-, Webshop- und Datenbanksoftware.

Serverxchange läuft zur Zeit nur auf Linux, eine Version für Solaris will der Hersteller im April auf den Markt bringen. Ebenfalls noch in diesem Jahr möchte Ensim ein Release für Windows NT ausliefern.

ASPs zahlen pro Private Server 30 Dollar. Hinzu kommt noch eine einmalige Einrichtungsgebühr von 4000 Dollar pro 100 physische Server. Zur Zeit testet die Deutsche Telekom das Ensim-Produkt und wird es vermutlich einführen.

Abb.: Server klonen

Mit Ensims Software "Serverxchange" benötigen ASPs nicht für jeden Kunde einen physischen Rechner. Quelle: Ensim