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04.06.1976 - 

Data 100 bei Messerschmitt - Bölkow - Blohm:

Service frei Haus mit Remote Batch - Terminals

Wenn heute die Kontroverse "Zentralisierung - Dezentralisierung" ausgetragen wird, dann stehen - was die Hardware angeht - Terminals für Timesharing, Realtime oder realtime - ähnliche Zwecke, deren eigentliche Domäne der Online - Betrieb ist, gegen die großen Zentralen. Nun kann gegen Realtime - Betrieb eingewendet werden, er sei - vom Effekt her gesehen - ein Luxus, "modischer Schnickschank", der den Aufwand nicht rechtfertigt". Stapelverarbeitung dagegen - so wird argumentiert - ist eine genau kalkulierbare Angelegenheit. Demnach wären "Remote Batch Terminals" oder "Entfernte Stapelstationen", wie es in wörtlicher Übersetzung heißt, adäquate Hilfsmittel für alle die Aufgaben, welche dezentral anfallen, jedoch nur oder am besten von der Groß - EDV gelöst werden - wie das folgende Beispiel zeigt?

OTTOBRUNN - Messerschmitt - Bölkow - Blohm, Deutschlands größter Luftfahrt- und Rüstungskonzern mit Hauptsitz in Ottobrunn bei München, betreibt bekanntlich auch

eines der größten Service - Rechenzentren im Lande.

Die Kunden sind über das gesamte Bundesgebiet verstreut. Nachezu alle arbeiten mit Terminals: vom Bildschirm über Teletypes bis hin zu Remote Batch Terminals mit Druckern sowie Band- / Karten - Peripherie sind sämtliche Terminaltypen vertreten.

Die MBB - Kunden - vorwiegend Anwender, die ein Verarbeitungsvolumen erreicht haben, das in jedem Fall den Einsatz einer eigenen Anlage rechtfertigen würde - erzielen durch die Mitbenutzung der Rechnerkapazität eines Großanwenders deutliche Einsparungen. Manfred Dziewas, Leiter des MBB - Rechenzentrums, stellt das so dar: "Die Ersparnis ergibt sich daraus, daß anteilige Kapazität an einer Großanlage billiger kommt als die eigene Installation."

In der Service - Praxis seines Hauses zeige sich - so Dziewas - daß der quantitativ größere Anteil der typischen EDV - Arbeit Stapelverarbeitung ist: "Das gilt heute und aller Voraussicht nach auch in Zukunft.'' Deshalb hätten Remote Batch Terminals im MBB -Service auch eine so große Bedeutung. In Zahlen heißt das: Über die rund 120 an die MBB -Anlagen in Ottobrunn angeschlossenen Dialogterminals laufen zirka 30 Prozent aller

Servicearbeiten, über die 12 RBTs immerhin 45 Prozent. Der Rest der Servicearbeiten fällt lokal an.

Messerschmitt - Bölkow - Blohm setzt überwiegend Stapelfernverarbeitungs - Stationen von Data 100 ein: Die Terminalinstallation ist im den meisten Fällen Teil des Vertrages, den MBB mit seinen Kunden schließt Gegenwärtig stehen folgende RBT -Komponenten zur Verfügung, die zu beliebigen Konfigurationen kombiniert werden können: Steuereinheiten von 8 bis 32 KB, die frei programmierbar sind und - falls organisatorisch vorteilhaft - Routinen wie Selektieren oder Sortieren sowie jede Art von Datenvorverarbeitung oder Formatierung selbst ausführen können, Drucker bis zu 72 000 Zeilen / Std., Kartenleser und -stanzer, Magnetbandeinheiten, Bildschirmkonsolen und sonstige Peripherie. Ferner kann an die RBTs das bildschirm - orientierte DSS "Keybatch" von Data 100 in verschiedenen Ausbaustufen angeschlossen werden.

Da Data 100 über praktisch alle gängigen Übertragungsprozeduren verfügt, ist der MBB - Kunde auch hinsichtlich neuer Zentralrechner im Ottobrunner Rechenzentrum flexibel.

Die Übertragung zwischen Terminals und Rechenzentrum erfolgt mit Geschwindigkeiten zwischen 9600 und 48 000 Baud (Breitbandleitungen der Bundespost) .

Die Mietpreise der eingesetzten Data 100 - Datenstationen liegen zwischen 5 000 und 12 000 Mark im Monat.

Die Gesamtkosten des Terminalbetriebs für den Kunden ermittel MBB in detaillierten Analysen. Dabei hat sich gezeigt, daß das Service - Angebot vor allem für Anwender mit IBM - Anlagen bis zum Modell 370/145 attraktiv ist. Dazu Dziewas: "Kleinere Anwender kann man erfahrungsgemäß nur dann rationell mit Maschinenzeit bedienen, wenn sie eigene Programme haben und über die Installationsphase hinaus keine Beratung brauchen."