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Kolumne


10.11.2000 - 

Service makes IT go round

Christoph Witte, Chefredakteur CW

Manchmal ist nicht gleich von einem Paradigmenwechsel die Rede, wenn sich die Gewichte und Prioritäten im Markt verschieben. Angefangen als Hard- und Softwarewartung, hat sich das Thema Service immer weitere Gebiete der kommerziellen IT erobert: vom klassischen Outsourcing über Bandbreiten- und Netzwerkservices, das Bereithalten einzelner Applikationen bis hin zum heute heftig diskutierten Application-Service-Providing. Und glaubt man Anbietern und Auguren, wird alles noch dienstleistungsorientierter.

Künftig soll all das als Service eingekauft werden können, was heute noch große Investitionen in Manpower, Hard- und Software verlangt und wahrscheinlich gut ein Jahr Projektlaufzeit braucht. In dieser schönen neuen IT-Welt wird es für jeden Bedarf einen Provider geben - von Applikationen über Netze bis hin zu Speichern (siehe Seite 63).

Wahrscheinlich dauert es auch nicht mehr lange, bis sich der Begriff des "Business Process Provider" für die Übernahme ganzer Geschäftsprozesse durch Dienstleister durchsetzt.

Die hinter dem Servicetrend liegende Überlegung ist prinzipiell richtig: Anstatt viel Geld in die eigene Infrastruktur zu stecken, lassen sich IT-Leistungen bei Bedarf besser als Service einkaufen - zumal die Geschwindigkeit des Technologiewechsels sich ebenso weiter erhöhen dürfte wie die Komplexität der Systeme. Das heißt, dass es für Anwenderunternehmen immer schwieriger und teurer wird, ihre IT komplett selbst zu betreiben.

Doch was theoretisch richtig ist, muss deshalb noch längst nicht praktikabel sein. Heute existieren weder auf Anbieter- noch auf Anwenderseite die notwendigen Strukturen für das Betreiben der IT als Service. Hier sind die Strukturen und Prozesse nicht klar genug ausgebildet, um Applikationen einfach als Dienstleistung zu beziehen. Und dort fehlt es neben Transparenz der Angebots- und Preisgestaltung an der Unterstützung individueller Anforderungen.

Allerdings müsste die Diskussion auch nicht nach dem Prinzip Entweder-oder aufgezogen werden. Mit einem typisch bayerischen "A bisserl was geht immer" ließe sich vieles ausprobieren und einiges sparen, auch wenn Technik und Organisation einem an sich wünschenswerten Trend noch hinterherhinken.

Kommentare zu diesem Kommentar bitte an cwitte@computerwoche.de