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01.04.1994

Service, Service und runter mit den Gebuehren!

"Mehr Service fuer weniger Geld" oder aehnlich lauten haeufig Worthuelsen in Hochglanzbroschueren. Slogans dieser Art wird - nimmt die Entwicklung im Mobilfunk weiter diesen Lauf - der Markt automatisch in die Werbeprospekte der Dienstleister diktieren. Der wesentliche Unterschied: Deren Wahrheitsgehalt duerfte weitgehend stimmen. Leere Sprechblasen der Marketing-Abteilungen kann sich in diesem knallharten Wettbewerb kein Service-Provider mehr leisten. Auch wenn der Umsatz in einem Markt der Eitelkeiten gemacht wird, der Kunde bestraft Unwahrheiten. Stornoraten bis zu 40 Prozent sprechen Baende.

Service, Service und nochmals Service heisst also das Gebot der Stunde fuer alle, die in diesem Geschaeft weiter mitmischen wollen. Dabei ist es im wahrsten Sinne des Wortes eine Geschmacksfrage, ob es gleich der auf der CeBIT angekuendigte "Parfuem-Express" eines Providers sein muss. Man mag solche Dienste belaecheln, insgesamt weisen sie einen Weg, wohin der Hase im Mobilfunkgeschaeft laeuft. Uebrigens: Die Kunden lassen im Mobilfunk Blumen sprechen. Der "Flower Service" des Parfuem-Anbieters soll sich grosser Nachfrage erfreuen.

Viel interessanter duerften fuer den Verbraucher jedoch Dienste sein, die seinen Geldbeutel schonen. Einige Provider haben deshalb in Hannover die sekundengenaue Abrechnung als neues Angebot vorgestellt, obwohl dies, so der allgemeine Tenor, grundsaetzlich Aufgabe der beiden Netzbetreiber sein sollte. Noch mauern D1 und D2 in diesem Punkt in seltener Einmuetigkeit. Mit der Konkurrenz von e plus, das im Mai in Betrieb gehen soll, duerfte die Engstirnigkeit der Telekom und Mannesmann jedoch weichen. Das e- plus-Konsortium wird von Beginn an die sekundengenaue Abrechnung realisieren.

Fuer mehr Service ist gemaess des Slogans von oben heute schon gesorgt, ein dickes Fragezeichen steht noch hinter den Tarifen. Bei so manchem Privatkunden, der sich ueber das Handy unter dem Weihnachtsbaum freute, kam nach dem Studium der ersten Monatsabrechnung das boese Erwachen, fuer den Provider postwendend die Kuendigung. Soll der Boom im Mobilfunk anhalten, kann die Devise fuer Netzbetreiber und Anbieter nur lauten: runter mit den Gebuehren. Die Einnahmequelle professioneller Nutzer ist naemlich weitgehend erschlossen und der private Kunde laesst sich nicht hemmungslos melken. Also, her mit guenstigen Regionaltarifen.