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07.03.1980

Servicebüro kontrolliert CA-Solve-Leistung:Testtool im Vergleichstest

NEW YORK (pi)-Einen Siebenwochentest führte ein New Yorker Servicebüro, die Standard Data Corporation (SDC), mit dem Online-Fehlersuch- und Testsystem CA-Solve der Computer Associates durch. Zwei Vergleichsgruppen hatten die Kundenprogramme unter Aufsicht zu erstellen und auszutesten, wobei die eine das Dienstprogramm als Testhilfe benutzte, während die andere nach den herkömmlichen Methoden arbeitete. Über die Ergebnisse berichtet der Leiter der Aktion, John O?Brien, Executive Vice President der SDC.

Mark Iobst ist Gründer und Eigentümer der SDC, einem bekannten Servicebüro mit Kunden im ganzen Land.

Wir sind im Verwaltungs- und Finanzwesen spezialisiert und behandeln Altersfürsorge, Gewinnverteilung, Mitgliedschaft und Versorgungsanträge für Pensionskassen. Das 1959 gegründete Unternehmen expandierte besonders während der letzten drei Jahre stark, was Erweiterungen der Hardware nötig machte. Eine CDC Omega 480 Modell 2 mit 4 MB Kernspeicher ersetzte kürzlich eine der beiden IBM 360/50, eine zweite soll bald folgen.

Wenn man aus dem Betrieb einer EDV-Anlage Gewinn herausschlagen möchte, wie das bei jedem Servicebüro der Fall ist, kann sich die Systemsoftware, die man verwendet, in der Bilanz sehr bemerkbar machen.

Wir haben insgesamt 26 Programme in den Vergleichsprozeß miteinbezogen. Für jedes Programm wurde über Anzahl der Anweisungen pro Programm, Anzahl der korrigierten Logikfehler, für Korrektur verwendete Programmierzeit, Anzahl der nötigen Neukompilierungen, Programmdurchsatz und Gesamtzeit, Programmentwicklung genau Buch geführt. Sechs Programmierer waren mit der Bewertung beschäftigt, von denen die Hälfte (Gruppe A) die Programme wie gewöhnlich korrigierte, wohingegen die andere Hälfte (Gruppe B) das Austesten mit CA-Solve vornahm. Das Experiment erstreckte sich über sieben Wochen.

Die Ergebnisse zeigten einen gewaltigen Unterschied zwischen den beiden Methoden. Gruppe A entwickelte und testete in den sieben Wochen neun Programme, in derselben Zeit brachte es Gruppe B auf 17. Zudem waren die Programmierer der Gruppe B in der Lage, während der reinen Testzeit 88 Prozent mehr Programme durchzuführen als die Vergleichsgruppe.

Obwohl die Programmierer der Gruppe A angewiesen waren, sich in der Zeit, in der sie auf Speicherauszüge warten mußten, so weit als möglich anderen Aufgaben zu widmen, gingen diese Aufgaben nur sehr spärlich voran.

Um die neun Programme zu entwickeln, brauchte Gruppe A im Ganzen 62 Neukompilationen, während Gruppe B für 17 Programme mit nur 24 auskam. Das sind 61 Prozent weniger für fast doppelt so viele Programme. Bei etwa 5,5 Minuten pro Neukompilierung als Mittelwert ergibt das für die 17 Programme (62/9 - 24/17) x 17 x 5,5 = 512 Minuten eingesparte Maschinenzeit. (Formel: Differenz zwischen der durchschnittlichen Anzahl der Kompilationen pro Programm beider Gruppen multipliziert mit der Dauer einer Neukompilierung und der Anzahl der Programme in Gruppe B).

Als weiterer Vorteil bei der Verwendung von CA-S stellte sich die Qualität der Fehlersuche heraus: Von den neun von Gruppe A entwickelten Programmen enthielten zwei nach der Freigabe für die Produktion noch Fehler. Von den 17 Programmen der Gruppe B war nur an einem noch etwas zu ändern. Die unterschiedliche Leistung der beiden Gruppen ist vermutlich durch die unterschiedliche Einstellung zu erklären mit der die Gruppen an die Aufgabe der Kontrolle herangingen.

Die Stimmung bei den Programmierern verbesserte sich zusehends. Während die gewöhnliche Art der Fehlersuche äußerst langweilig war und den Programmierern mindestens ihre halbe Zeit wegfraß freuen sie sich jetzt sogar auf die Testphase.