Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

11.02.1994

Servicekonzerne, Carrier und Berater sind gut praepariert Hardware-Anbieter geniessen als Integratoren nur wenig Vertrauen

LONDON (CW) - Systemintegration und schluesselfertige Systeme bilden nach Definition des Londoner Marktforschungsinstituts Datamonitor den Markt fuer "Integration Services", eines der am schnellsten wachsenden DV-Segmente der 90er Jahre. Vom Serviceboom, so prophezeien die Analysten, profitieren vor allem Dienstleister, Carrier und Unternehmensberatungen. Schlechte Karten haben dagegen die Hardware-Anbieter.

Den europaeischen Integration-Services-Markt beziffert Datamonitor mit einem Gesamtwert von 16,8 Milliarden Dollar (1992). Das entspricht einem Anteil von 22 Prozent am Software- und Servicemarkt - die Analysten schaetzen diesen auf insgesamt 75 Milliarden Dollar. Rund 31 Prozent davon nehmen mit einem Volumen von mehr als 23 Millionen Dollar jeweils die Marktsegmente Standardsoftware - enthalten sind System- und Anwendungssoftware - sowie Professional Services ein. Mit 15 Prozent oder gut elf Milliarden Dollar schlaegt der Outsourcing-Markt zu Buche. Die Marktauguren gehen davon aus, dass vor allem die grossen Anbieter im Professional-Services-Markt ihren Anteil im Integration-Services- Segment weiter erhoehen koennen. Produktunabhaengigkeit und die noetige Manpower gelten als wichtigste Vorteile fuer Grosskonzerne wie Cap Gemini, EDS oder CSC Europe. Auf der anderen Seite koennte sich eine Reihe von Nischenanbietern in kleineren Maerkten, etwa dem fuer LAN-Integration, etablieren.

Der Downsizing-Trend oeffne zudem einer neuen Kategorie von Anbietern die Pforten zum Integration-Services-Markt - darunter vor allem Value Added Resellers (VARs) und Systemhaeuser. Erfahrungen mit Integrationsprojekten, in denen PC-, Client- Server- und Netzwerk-Know-how gefragt sei, komme Companies wie Compunet, Computacenter oder Getronics zugute.

Auf Kosten der Hardware-Anbieter dehnen bis zur Jahrtausendwende auch grosse Beratungsfirmen wie Andersen Consulting ihre Marktanteile aus. Dasselbe gilt fuer Telekommunikationskonzerne. AT&T peile den Integra- tionsmarkt ueber AT&T Istel an, British Telecom bediene sich der BT Customer Systems. France Telecom habe seine Marktchancen durch ein Abkommen mit der Sema Group erhoeht, die italienische STET durch die Akquisition des Finsiel-Konzerns.

Hardwareherstellern mangelt es nach Ansicht der Analysten traditionell am noetigen Servicepersonal und der erforderlichen Unternehmenskultur. Dennoch bemuehten sie sich um den Systemintegrationsmarkt. Konzerne wie IBM oder Siemens-Nixdorf verfuegten zwar ueber das Know-how, ihre eigenen Systemwelten angemessen zu betreuen, doch fehle es ihnen an einer herstelleruebergreifenden Integrationskompetenz. 1991 hatten die Hardware-Anbieter unter den europaeischen Top-20-Unternehmen einen Integration-Services-Marktanteil von 37 Prozent. Im Jahr 2000, so prognostiziert Datamonitor, wird dieser Wert auf 28 Prozent geschrumpft sein.

Zu den Faktoren, die das Interesse an Integration Services erhoehen, zaehlen nach Ansicht der Analysten die knappen Inhouse- Ressourcen vieler Firmen sowie deren Interesse, sich auf ihr Kerngeschaeft zurueckzubesinnen.