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28.05.1999 - 

Mit E-Speak will HP neue Dienstleistungen ermöglichen

Services im Web sollen miteinander kommunizieren

MÜNCHEN (CW) - Hewlett-Packard (HP) will die Art und Weise verändern, wie Anwender das Internet nutzen. Mit dem Verfahren "E- Speak" sollen Angebote im Web aufeinander abgestimmt werden und im Interesse des Kunden sogar miteinander kommunizieren.

Rajiv Gupta, General Manager der Open Services Operations von HP und einer der führenden Architekten von E-Speak, erläutert die Vision seines Arbeitgebers: "Statt daß ein Internet-Nutzer eine oder mehrere Web-Seiten besuchen muß, um seine Transaktionen durchzuführen, kommt das Internet künftig zu ihm und erledigt Aufgaben für ihn." Konkret könnte dies bedeuten, daß ein Anwender nur noch eine Anfrage erstellen muß, wenn er seinen Urlaub via Web buchen will. Dank E-Speak werden seine Wünsche an alle in Frage kommenden und über die Technik ansprechbaren Dienstleister weitergeleitet. Sollte sich nach erfolgter Buchung wegen schlechtem Wetter oder aus sonstigen Gründen irgendeine Änderung ergeben, sollen die Services sich dank E-Speak gegenseitig darüber informieren und selbst darauf reagieren können.

Vollmundig verkündet HP, mit E-Speak und E-Services das "zweite Kapitel des Internet" aufschlagen zu wollen: Anwender sollen mit den Verfahren Web-Services aller Art leichter auffinden und nutzen können. Auch die Kombination verschiedener Dienste werde einfacher, verspricht der Hersteller, weil diese dank E-Speak in der Lage sind, untereinander Informationen auszutauschen.

An der Entwicklung der "elektronischen Sprache" hat HP fünf Jahre lang unter dem Codenamen "Fremont" getüftelt. Die Middleware basiert auf Standard-Internet-Technologien wie Java oder der Extended Markup Language (XML) und läuft als eine separate Schicht oberhalb von Unix- oder NT-Plattformen. Laut HP besteht E-Speak aus verschiedenen Elementen: Neben den zur Interaktion erforderlichen Schnittstellen bietet die Technik sowohl eine Entwicklungs- als auch eine Laufzeitumgebung sowie Bibliotheken mit vorgefertigten Servicekomponenten. Neue Services können komplett neu oder aus bereits vorliegenden Bausteinen erstellt werden.

Bis es jedoch soweit ist, wird wohl noch einige Zeit vergehen: Ein Entwicklungs-Release von E-Speak soll Partnern zwar bereits in diesem Quartal zugehen. Das Entwicklungs-Tool für die Services kommt aber erst im dritten Quartal 1999, zum Jahresende will HP dann erste Service-Bausteine vorlegen. Den Programmcode plant der Hersteller nach dem Open-Source-Modell frei zur Verfügung zu stellen, um so eine schnelle Verbreitung der Technik zu erreichen. Auf das Set für Service-Komposition und -Benutzung müssen Endanwender noch bis Anfang des nächsten Jahres warten.

Eine zu enge Kontrolle der Software soll es nicht geben: HP will eigenen Angaben zufolge nicht in die "Java-Falle" tappen, sondern eher eine der Linux-Bewegung ähnliche Dynamik schaffen. Bislang unterstützen unter anderem Peoplesoft, Nokia, Seagate, Novell, SAP, Qwest und Sonera Technologies das Verfahren.