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03.03.2000 - 

Multiprozessorsysteme/Abkehr vom Client-Server-Zeitalter

Servicezentriertes Computing - das neue IT-Paradigma

MÜNCHEN (kk) - Nach Ansicht von John Brennan, assoziierter Partner von Andersen Consulting, erleben wir gerade wieder einen Paradigmenwechsel in der Informationstechnologie. "Servicezentriertes Computing definiert eine Welt, in der die wichtigsten von der Informationstechnik angebotenen und unterstützten Funktionen und Möglichkeiten genutzt und behandelt werden wie generell verfügbare Utilities." Dabei wird dieser Ansatz nicht nur das Geschäftsleben verändern, sondern auch das private Handeln beeinflussen, glaubt der Analyst.

In diesem Modell zahlen die Anwender für Dienste und Know-how und nicht mehr für das Equipment. Dank dem auf Standards basierenden Computing-Modells ergeben sich Strukturen, in denen eine Vielzahl von Service-Anbietern, kleine und große, interne oder externe, miteinander darin konkurriert, dem Kunden oder Endbenutzer genau die Dienste anzubieten, die dieser benötigt. In so einer Zukunft wird es möglich sein, unterschiedliche Dienstleistungen von verschiedenen Anbietern bedürfnisgerecht zu kombinieren.

Das servicezentrierte Modell sei auch deshalb so bestechend, da alle Parteien (Anwender, Service-Provider und System- und Softwarehersteller) davon profitierten. Die Kunden hätten Zugang zu zuverlässiger, sicherer, kostengünstiger und einfach zu handhabender IT-Infrastruktur und -Erfahrung. Zudem ergibt sich, so Brennan, für die Anwender ein enormer Zeitvorteil, da beispielsweise neue Anwendungen sofort und ausgetestet zur Verfügung stehen. Der Umstieg auf neue Softwareversionen erfolgt beim Anbieter und interessiert den Anwender nicht mehr. Insgesamt erhielten Endbenutzer von den "E-Services" eine bessere Funktionalität, eine höhere Flexibilität und profitierten dank Mietzahlungen statt fester Investitionskosten auch in finanzieller Hinsicht.

Service-Provider könnten ihre vorhandenen Betriebsmittel und Kernkompetenzen besser ausnutzen. Durch die Weitergabe der einzelnen Elemente einer Lösung an viele Kunden sowie den Ausbau des Angebots ergeben sich Kostenvorteile und neue Marktchancen. Bewegten sich die Service-Provider dazu weg vom generellen Kommunikationsgeschäft, wo Bandbreite oder Server-Betriebszeiten unter Preisdruck verkauft werden, und hin zu kundenspezifischen Diensten, dann erzielten sie auch höhere Margen.

Vorteile für alle BeteiligtenSoftware- und Systemhersteller schließlich hätten durch das neue Computing-Modell ebenfalls Vorteile. Große Softwarehäuser, die bislang nur an finanzkräftige Unternehmen verkaufen konnten, hätten die Chance, maßgeschneiderte kleinere Programme anzubieten, die von vielen kleineren Firmen nachgefragt würden. Kleine Anbieter könnten ihre Lösungen am Markt präsentieren, ohne in teure Verkaufs- und Service-Mannschaften investieren zu müssen. "In einer Zeit, wo begabte IT-Profis schwer zu finden sind und die Entwicklungszyklen immer schneller werden, kann das Utility-Modell die Adaption von neuer Software erleichtern", glaubt Brennan. Für die Hardwarehersteller eröffneten sich Marktchancen dadurch, dass das servicezentrierte Computing auf hochleistungsfähigen Servern basiert, die in Echtzeit und im Dauerbetrieb arbeiten müßten. Dramatisch steigende Datenvolumina und Transaktionen, die zudem in Echtzeit an die Frontend-Rechner oder Call-Center-Systeme übermittelt werden müssen, forderten entsprechende Verwaltungsmechanismen.