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07.05.1999 - 

Veränderte Roadmap für Risc-CPUs

SGI baut seine O2- und Octane-Workstation-Reihen aus

MÜNCHEN (CW) - SGI hat seine Workstation-Reihen "O2" und "Octane" überarbeitet. Ab sofort laufen die Rechner mit R12000-Risc-Prozessoren der ausgelagerten SGI-Tochter Mips-Technologies Inc. Gleichzeitig legte der Hersteller eine Risc-Roadmap vor, die bis zum Jahr 2005 reicht.

Die Prozessoren der beiden neuen O2-Workstations rechnen mit 270 beziehungsweise 300 Megahertz. Der Hauptspeicher faßt 128 MB, die Festplattenkapazität beginnt standardmäßig bei 9 GB. Damit hat der Hersteller die Kapazitäten im Vergleich zu den Vorgängermodellen mit dem R10000-Chip verdoppelt. Zusammen mit einem L2-Cache von 1 MB sowie einem 32fach-CD-ROM-Laufwerk und einem 17-Zoll-Monitor beginnen die Preise bei 22110 Mark für die 270 Megahertz-Variante und ab 30540 Mark für das 300-Megahertz-Modell. Als Betriebssystem kommt SGIs Unix-Derivat Irix, Version 6.5, zum Einsatz. Laut Hersteller sollen die neuen O2-Rechner um 28 Prozent schneller sein als ihre Vorgängermodelle.

Auch in der neuen Octane-Workstation arbeitet ein R12000-Chip mit einer Taktrate von 270 Megahertz. Der Rechner wird mit 2 MB L2-Cache, 128 MB Hauptspeicher und einer 4 GB großen Festplatte ausgestattet. Die Kosten für dieses Modell liegen inklusive eines 21-Zoll-Monitors bei 36860 Mark. Die Zwei-Prozessor-Variante soll 47390 Mark kosten.

Alle Modelle sind ab sofort verfügbar. Rechner mit den alten R10000-Chips tauchen in SGIs Produkt-Portfolio nicht mehr auf. Für Anwender, die ihre alten R10000-Rechner mit den neuen Risc-CPUs aufrüsten möchten, bietet SGI ein Upgrade für 8950 Mark an. Mit den neuen Workstations stärkt der Rechnerhersteller aus Mountain View die Risc-Flanke seines Rechnerparks. Erst kürzlich hatte SGI daneben eine Intel-basierte Rechnerlinie auf den Markt gebracht. Doch mit der neuen Strategie hatte der Hersteller Probleme. Die Folge: ein Verlust von 40 Millionen Dollar im dritten Quartal 1999. Aber SGI blickt dennoch zuversichtlich in die Zukunft. Die Probleme mit den verschiedenen Plattformen habe man im Griff und für das nächste Geschäftsjahr rechne man wieder mit schwarzen Zahlen.

Auch die Roadmap für die Risc-CPUs, die ursprünglich nur bis 2001 und dem R14000 angelegt war, zeigt jetzt wieder eine längerfristige Perspektive. Bis zum Jahr 2005 sollen weitere Risc-Generationen folgen. Das vorläufige Ende stellt der R18000 mit einer Taktrate von 800 Megahertz dar. Analyst Peter Foulkes von Dataquest interpretiert die Zeichen des Herstellers als ersten Schritt in eine profitablere Zukunft. "Plötzlich haben die Risc-Workstations wieder eine Perspektive", meint Foulkes.