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12.09.1997 - 

1998 auch NT-Workstations im Programm

SGI beugt sich dem Druck der Wintel-Phalanx

Microsoft und Intel seien "die Luft und das Wasser" der Computerindustrie geworden, sagte SGIs CEO Edward McCracken vor Analysten. Diese Tatsache habe man zu akzeptieren. Silicon Graphics werde deshalb Workstations auf Basis von Intel-Chips und Microsofts Betriebssystem entwickeln. Im März dieses Jahres hatte der Manager noch verkündet, der Markt für Unix-basierte Rechner biete SGI noch genügend Rückhalt für die nächsten fünf bis zehn Jahre (siehe Computerwoche Nr. 13 vom 27. März 1997, Seite 31: "SGI will in den Markt...").

Wie das "Wall Street Journal" schreibt, betonte McCracken, die Windows-NT-Linie werde das Low-end in Silicon Graphics Angebot bilden. Das Unternehmen bleibe ein bedeutender Anbieter von High-end-Unix-Workstations und -Servern für sehr große Netzwerke.

Bei der deutschen SGI-Tochter in Grasbrunn bei München ist man bestrebt, die Aussagen des CEOs zu relativieren. McCracken habe im Rahmen des besagten Analystentreffens keineswegs eine Produktankündigung zum Thema Wintel-basierte Workstations gemacht, so der deutsche Marketing-Leiter Erich Glaeser auf Anfrage der CW. Dabei sei es um drei strategische Aussagen gegangen. Zum einen wolle Silicon Graphics im Technical-Computer-Markt die Nummer eins bleiben. Dies sei ohne Unix-Workstations nicht erreichbar. Daneben soll das Enterprise-Server-Geschäft stark ausgeweitet werden. Um darüber hinaus auch im Bereich Engineering Workstations die führende Position zu erlangen, arbeite man zusätzlich an einer Windows-Intel-basierenden Plattform. Entsprechende Produkte würden jedoch nicht vor Ende des Finanzjahres (Ende: 30. Juni 1998) angekündigt. Momentan gebe es weder zur Positionierung noch zur Vertriebs- und Distributionsstrategie offizielle Aussagen.

Glaeser zufolge stellen Unix-Workstations heute noch immer einen Zwölf-Milliarden-Dollar-Markt dar. Auch wenn dieser Markt - wie mehrfach von Analysten berichtet - jährlich um zwei bis drei Prozent schrumpfe, bleibe für SGI noch genügend zu tun. In diesem Zusammenhang sei auch die Aussage McCrackens zu verstehen, der Unix-Markt biete langfristig ausreichend Rückhalt.