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31.10.2003 - 

Aktie der Woche

SGI: Eigenkapital schmilzt, Defizit steigt

Der amerikanische Workstation- und Server-Hersteller Silicon Graphics (SGI) kämpft seit längerem gegen tiefrote Zahlen an. Um wieder in die Gewinnzone zu gelangen, hat er in diesem Jahr bereits etwa 1000 Stellen abgebaut, was rund 25 Prozent der Arbeitsplätze entsprach. Eine Besserung ist aber in den jüngst vorgelegten Zahlen zum ersten Quartal (SGI hat ein gebrochenes Geschäftsjahr) kaum ersichtlich.

Der Umsatz ging im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund zehn Prozent auf 218 Millionen Dollar zurück. Zugleich stieg der operative Verlust geringfügig auf 43,6 Millionen Dollar an, der Nettoverlust erhöhte sich sogar um 16,7 Prozent auf 47,9 Millionen Dollar. Dies ist angesichts der ohnehin schon schwachen Bilanz, die einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von mittlerweile 211,6 Millionen Dollar aufweist, umso bedenklicher. Der Technologiekonzern müsste also durch Gewinne oder Zufuhr von frischem Kapital 212 Millionen Dollar einnehmen, damit sich die negative Eigenkapitalquote auf null Prozent erhöht.

Das einzig Positive an der Aktie dürfte der Markenname, die breite Basis eingesetzter Produkte und die Tatsache sein, dass der Umsatz etwa dem Vierfachen der aktuellen Marktkapitalisierung von 230 Millionen Dollar entspricht. Ob es durch die Fokussierung auf Visualisierungs- und Speicherprodukte, nach denen eine gesunde Nachfrage verspürt wird, gelingt, den operativen Turnaround zu schaffen, bleibt abzuwarten. Sollte die Strategie aufgehen, verfügt die Aktie über einen enormen Hebel. Infolge der Risiken aufgrund der dürftigen Eigenkapitalausstattung ist das Papier derzeit höchstens für äußerst spekulativ eingestellte Anleger von Interesse, weil es im Prinzip einem Call (Kaufoptionsschein) auf die operative Trendwende gleichkommt. (ajf)

Stephan Hornung und Christian Struck*

*Die Autoren sind Analysten der Capital Management Wolpers (CMW) GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig und zuverlässig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.