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02.04.2009 - 

Rackable will Server-Geschäft kaufen

SGI geht den Weg alles Irdischen

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Silicon Graphics Inc. (SGI), eine frühere Ikone des Silicon Valley, löst sich in Wohlgefallen auf - dieses Mal wohl endgültig.

SGI hat zum zweiten Mal in der Unternehmensgeschichte Gläubigerschutz nach Paragraph 11 des US-Konkursrechts ("Chapter 11") beantragt und verkauft sein Server-Geschäft für schlappe 25 Millionen Dollar an den Mitbewerber Rackable Systems. Der, selbst auch in letzter Zeit ziemlich gebeutelt, möchte mit der Hardware und den Services von SGI sein Business im HPC (High-Performance Computing) und in anderen Bereichen ausbauen.

Das Angebot von Rackable könnte aber theoretisch in einer Auktion unter Aufsicht des Konkursgerichts überboten werden. Betroffen von der Transaktion sind in jedem Falle verschiedene Regierungsbehörden und Unternehmen, die Systeme von SGI nutzen. Die NASA beispielsweise hatte in ihrem Ames Research Center erst kürzlich einen Supercomputer von SGI in Betrieb genommen, der auf der Top-500-Liste vom vergangenen November auf Platz drei der schnellsten Numbercruncher weltweit rangiert.

Eine Workstation 'Octane 2' aus besseren SGI-Zeiten
Eine Workstation 'Octane 2' aus besseren SGI-Zeiten
Foto: SGI

SGI war im Jahr 1982 von dem Informatiker James Clark gegründet worden und wurde vor allem durch Workstations und Server bekannt, mit denen Wissenschaftler und Ingenieure dreidimensionale Bilder bearbeiten. Mit SGI-Maschinen wurden etwa viele Autos entworfen, aber auch Filme wie "Jurassic Park" und "Terminator 2" realisiert.

Im Jahr 1995 war SGI einmal an der Börse mehr als sieben Milliarden Dollar wert. Dann aber ging es zunehmend bergab mit dem Hersteller, nachdem Firmen wie Nvidia begannen, leistungsfähige Grafikkarten zu verkaufen, mit denen PCs und billige Server die gleichen Aufgaben wie SGIs Edel-Hardware für deutlich weniger Geld erledigen konnten.