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11.08.2000 - 

Partner für das Workstation-Geschäft gefunden

SGI kooperiert mit Ex-Konkurrent Intergraph

MÜNCHEN (CW) - Fast ein Jahr nach der angekündigten Restrukturierung meldet SGI nun auch für den Bereich seiner Intel-Workstations Vollzug. Mit dem einstigen Konkurrenten Intergraph hat der mit Finanzproblemen kämpfende US-Hersteller endlich einen starken Partner gefunden.

Im August 1999 hatte SGI die Branche mit weit reichenden Plänen für eine Neuausrichtung überrascht: Mehrere Geschäftsbereiche, darunter die Supercomputer-Sparte Cray, sollten abgetrennt oder verkauft werden; die Bemühungen im Markt für Windows-NT-Rechner wollte man zugunsten eines stärkeren Engagements für Linux zurückfahren.

Mit dem Verkauf von Cray an Tera Computer ist das Thema Supercomputer für SGI erledigt. Offen blieb jedoch die Zukunft der Intel-basierten Workstations. Für die Produktlinie der NT-basierten "Visual Workstations" wollte man einen eigenen Geschäftsbereich gründen, der in ein Joint Venture mit einem noch nicht benannten Hardwarehersteller eingebracht werden soll, hatte der Hersteller vor einem Jahr angekündigt. Der damalige CEO Rick Belluzzo räumte ein, SGI habe es nicht geschafft, die für den NT-Markt erforderlichen Vertriebskanäle aus eigener Kraft aufzubauen.

Der inzwischen ebenfalls ausgeschiedene Geschäftsführer der deutschen Silicon Graphics GmbH, Joachim Redmer, hatte bereits im September 1999 gegenüber der CW erklärt, ein Partner für das Workstation-Geschäft sei gefunden. Seitdem war von SGI wenig Konkretes zu diesem Thema zu hören. Mit Intergraph, viele Jahre ein harter Konkurrent SGIs im Workstation-Geschäft, glaubt man nun, einen adäquaten Partner ausgemacht zu haben.

Im Rahmen einer strategischen Allianz hat sich Intergraph verpflichtet, innerhalb der nächsten drei Jahre SGI-Systeme (Hochleistungs-Grafik-Workstations und Software) und Dienstleistungen im Wert von 100 Millionen Dollar zu vertreiben. SGI wird im Gegenzug Intergraphs "Zx10"-Produktlinie (Grafik-Workstations und -Server) exklusiv unter eigenem Markennamen vermarkten. Details wollen beide Unternehmen innerhalb der nächsten Wochen bekannt geben.