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22.05.1992 - 

Vizepräsident macht in Bescheidenheit

SGS-Thomson nimmt Kampf um Größe im Chip-Markt nicht auf

Von CW-Mitarbeiter Lorenz Winter

PARIS - Das italienisch-französische Halbleiter-Unternehmen SGS-Thomson benötigt wenigstens eine Milliarde Dollar zusätzliches Kapital, um bis zum Jahre 2000 einen Weltmarkt-Anteil von 3,5 Prozent zu erreichen. Das erklärte Vizepräsident Piero Martinotti in einem Interview.

SGS Thomsons Ziel war es einmal gewesen, fünf Prozent Anteil am Weltmarkt zu erreichen. Auch der Einschuß von einer Milliarde Dollar durch die Aktionäre erscheint jedoch ungewiß.

Wie Martinotti in dem Gespräch mit der Pariser Fachzeitschrift "Electronique International" äußerte, glaubt er, daß sein Unternehmen nur unter Verzicht auf marginale Aktivitäten seine gegenwärtige Marktposition behaupten kann. "So halten wir immerhin unser technisches Know-how und unseren Produktkatalog intakt", meinte Martinotti. Bleibe die Zufuhr frischer Mittel dagegen noch unter den Minimalerwartungen des Unternehmens, werde man sich von einigen Produktlinien trennen müssen.

Der Wink mit dem Zaunpfahl einer eventuellen "Gesundschrumpfung" ging dabei offenbar an die Adresse der italienischen Staats-Holding IRI, die mit ihrem monatelangen Zaudern in der Frage der Kapitalerhöhung sowohl das Konzern-Management als auch den französischen Partner irritiert hatte Auf jeden Fall schloß Martinotti die Entwicklung einer Angebotspalette von Mikroprozessoren über den von der Tochter Inmos erworbenen Transputer hinaus aus: "Derart massive Investitionen können wir momentan einfach nicht finanzieren."