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29.03.2002 - 

Security/Privacy/Kommentar

Sicherheit geht vor

Helga Biesel Redakteurin CW

Hacker-Attacken sind an der Tagesordnung, doch haben Anbieter von Sicherheitssoftware offenbar dafür gesorgt, dass es zu der befürchteten Häufung spektakulärer, weil erfolgreicher Überfälle nach dem 11. September nicht gekommen ist. Ein halbes Jahr nach den New Yorker Terroranschlägen sieht die Bilanz der IT-Security-Experten, was die Virenabwehr betrifft, recht positiv aus (Seite 40).

Als sicher akzeptiert werden inzwischen auch verschiedene Micropayment-Lösungen (Seite 38), die elektronische Unterschrift und die elektronische Steuererklärung oder der Abruf sensibler individueller Daten, etwa des aktuellen Rentenbescheids bei der Bundesversicherungsanstalt; im Pilotversuch klappt es. Und so gilt Kryptologie derzeit als heißes Thema, und gute Kryptologen sind am Markt kaum zu haben.

IT-Security-Anbieter und -Anwender sehen sich aber nicht erst seit dem 11. September herausgefordert, die IT-Sicherheitslage nachhaltig zu verbessern. Aktuelle Neugründungen wie beispielsweise die Münchner Guardeonics Solutions AG, eine Infineon-Tochter, haben auf einen schon länger anhaltenden Trend reagiert und rechnen sich jetzt ein überdurchschnittliches Wachstum von 30 Prozent im IT-Security-Markt aus. Untersuchungen von IDC und Meta Group stützen diese optimistische Annahme (Seite 42).

Neben dem unmittelbaren Bedarf, wie er von Chipkartenherstellern und PKI-Lösungsanbietern registriert wird, gibt es auch für andere Sparten des IT-Security-Markts recht günstige Randbedingungen. So wächst beispielsweise das Outsourcing von Sicherheitsthemen rasant (Seite 40).

Und auch die offenen Fragen im Bereich der digitalen Rechtsprechung schüren indirekt aber wirkungsvoll die Nachfrage: Anwender investieren lieber in Security-Software als sich auf juristische Scharmützel mit ungewissem Ausgang einzulassen (Seite 46).