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21.04.1995

Sicherheit im Unix-System Australischer Bauloewe erteilte Hackern Auftrag zum Systemtest

MUENCHEN (IDG) - Lediglich drei Stunden dauerte es, bis die Heritage Building Society aus Queensland, Australien, das Unix- Systemen anhaftende Vorurteil von Sicherheitsmaengeln scheinbar bestaetigt sah. Das angeheuerte "Tiger-Team" des Queensland University of Technologys Information Security Research Centre knackte die Neuanschaffung und legte bloss, welche Sicherheits- Features nicht aktiviert waren.

"Einzig gewappnet mit einem gewoehnlichen Passwort, konnte das Team nach nicht einmal drei Stunden in die Wurzel des gesamten Dateibaumes eindringen", staunt Bradley Rush, IT-Manager bei Heritage. Ziel der Aktion war es, Schwachstellen in der Systemsicherheit aufzudecken. "Als dann drei Wochen, bevor das System in den Echtbetrieb ging, ein zweiter Test durchgefuehrt wurde, war es bereits um vieles sicherer geworden", so Rush.

Der Bericht, den das Tiger-Team vorlegte, beschleunigte den Lernprozess bei den Unix-Neulingen von Heritage enorm. Zudem nahm das Unternehmen die Empfehlung, Mitglied beim Australian Computer Emergency Response Team (Auscert) zu werden, ernst. Es handelt sich dabei um eine Internet-Gruppe, die sich mit Sicherheitsverletzungen im Datennetz beschaeftigt. Ausserdem versorgt die Gruppe Unternehmen mit Tools wie dem "Tiger Security Package", das Anwendungssysteme auf Sicherheitsloecher hin untersucht.

Die Baugesellschaft ist laut der CW-Schwesterpublikation "Computerworld Australia" die zweitgroesste in Queensland. Das Tiger-Team wurde vor vier Monaten auf eine 1,47 Millionen Dollar teure Unix-Implementation angesetzt, die eine Grossrechnerloesung von Prime abloest. Das neue System, um die auf RS/6000 liegenden "PI/Open Database" herumgebaut, soll rund 34 Prozent Wartungskosten einsparen, zirka 117400 US-Dollar jaehrlich. Zuvor vierstuendige Transaktionen dauern jetzt nur noch acht Minuten.