Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

18.09.1998 - 

Gefahr durch Internet-Hacker steigt

Sicherheit wird in der DV kaum ernst genommen

Computer-Ausfälle sind nur in seltensten Fällen die Folge von Hacker-Angriffen. Die Ursache für den Absturz des Systems liegt meist im Unwissen oder der Nachlässigkeit eigener Mitarbeiter.

Eine Umfrage der Utimaco Safeware AG, Oberursel, und der Zeitschrift KES bei mehr als 200 DV-Verantwortlichen in großen deutschen und schweizerischen Unternehmen hat ergeben, daß ein Computersystem nach einem Ausfall meist ein bis zwei Tage stillsteht. Der Rekord habe bei zwei Wochen gelegen. Im Schnitt kostete ein solcher Stillstand die jeweilige Firma einen fünfstelligen Betrag. Ein Unternehmen hatte sogar einen Verlust von rund einer Million Mark hinzunehmen.

Ein Viertel aller Auskunftgeber erwartet, daß die meisten Probleme auch in Zukunft auf menschliches Versagen zurückzuführen seien. Auf solche Pannen würden in Deutschland 45 Prozent aller Fälle zurückgehen. An zweiter Stelle folgten Viren und Trojanische Pferde sowie softwarebedingte Defekte aufgrund von Programmierfehlern.

Im Top-Management großer Unternehmen scheint das Thema Sicherheit in der Informationstechnik ganz unten auf der Prioritätsliste zu stehen. Gute Vorsätze scheitern laut Utimaco oft am Geldmangel. Den meisten Unternehmen fehlten heute immer noch die strategischen Grundlagen, um längst bekannten Risiken begegnen zu können. Risikoanalysen und Alternativpläne seien "in ihrem Haus nicht gefragt", so die Hälfte der Befragten. Äußerst skeptisch äußerten sich die Auskunftgeber zur künftigen Entwicklung. Man erwarte zwar, daß Hardware-Probleme zurückgingen, befürchte jedoch zunehmend Schäden durch Viren, mangelhafte Software, Wirtschaftsspionage und Manipulationen zur Bereicherung. Dabei gewinnen die Risiken, die sich aus der Internet-Nutzung ergeben, eine "ganz neue Dimension", heißt es weiter. Fast alle Unternehmen arbeiten heute bereits in irgendeiner Form mit dem Internet, und ein Viertel hat schon Probleme damit: Bei 16 Prozent der Befragten trachteten Hacker danach, in das Unternehmens-Netz einzudringen, in 14 Prozent der Unternehmen wurde versucht, Daten unbefugt zu lesen. Jeweils fünf Prozent registrierten Versuche, Daten zu ändern, Verbindungsdaten abzuhören oder die Verfügbarkeit des Computersystems zu beeinträchtigen.