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15.10.2004

Sicherheits-Outsourcing: Die Nachfrage steigt schnell

Zuwachsrate von jährlich 20 Prozent prognostiziert

Das Geschäft mit Managed Security Services wird nach Einschätzung der Marktforscher von Gartner in den kommenden Jahren einen Boom erleben. Die Analysten erwarten durchschnittliche Zuwachsraten von 20 Prozent pro Jahr. Konnten die Anbieter im Jahr 2002 in Westeuropa noch 548 Millionen Dollar mit ausgelagerten Sicherheitsdiensten einnehmen, sollen es im Jahr 2007 bereits 1,4 Milliarden Dollar sein. Nach Gartners Auffassung realisieren die Unternehmen gerade, dass die andauernde Beschaffung neuer Techniken und Lösungen sie überfordert. Immer wieder seien Investitionen erforderlich, um der wachsenden Bedrohung, aber auch den steigenden Industriestandards und rechtlichen Anforderungen zu genügen. Dabei ist der Return on Investment für Ausgaben dieser Art kaum darstellbar. Managed Security Services stellen eine Alternative dar.

Die Marktforscher der Yankee Group vertreten einen ähnlichen Standpunkt. Auch sie sehen, dass sich Unternehmen zunehmend vom Kauf verschiedener Sicherheitsanlagen etwa zum Erkennen und Abwehren von Angriffen abwenden und integrierte Lösungen zur Sicherheitsvorsorge nachfragen. Dieser Trend, so die Yankee Group, werde die Nachfrage nach Managed Security Services beleben.

Größtes Interesse an Sicherheitsdiensten zeigen den Gartner-Untersuchungen zufolge Anwender aus Banken und Versicherungen, Energieversorger, die öffentliche Hand sowie Unternehmen aus der Fertigungsindustrie.

Auf der Anbieterseite finden sich Namen wie IBM, EDS, CSC, Hewlett-Packard, Unisys und Capgemini. Diese Full-Service-Provider hält Gartner allerdings nicht für flexibel genug, um sich auch mit kleineren Sicherheitsprojekten zu beschäftigen. Dafür gibt es Spezialisten wie Articon-Integralis, Internet Security Systems, Netsec, Symantec, Trusecure, Verisign sowie Qinetiq. (jha)