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12.10.2001 - 

Wird außer dem Analysesoftware-Hersteller auch i2 übernommen?

Siebel kauft Nquire Software

MÜNCHEN (CW) - Der Kunden-Management-Softwarespezialist Siebel Systems Inc. erweitert seine Produktpalette im Bereich Datenanalyse durch die Übernahme von Nquire Software Inc. Auch um eine Akquisition des Supply-Chain-Management-Softwareanbieters i2 Technologies Inc. gibt es Spekulationen.

Mit der Nquire-Software schließt Siebel eine Lücke in seinem Portfolio. Bislang wurde die Analyse der Kundendaten über Partner wie Business Objects und Informatica abgedeckt. Mit den Lösungen des Startup-Unternehmens ist Siebel auf diese Hersteller künf-tig nicht mehr angewiesen. DieNquire-Software dient zur Echtzeitauswertung. Hierzu greift das Programm über verschiedene Schnittstellen auf Daten in operationalen Systemen zu, zum Beispiel in relationalen Datenbanksystemen, Host-Dateien und XML-Datenquellen. Diese Daten werden konsolidiert und in einer Art virtuellem Data Warehouse zur Verfügung gestellt.

Das Programm soll bereits in die nächste Version von "Siebel 7" integriert werden (siehe Seite 19), die sich zurzeit im Betatest befindet und noch in diesem Jahr freigegeben werden soll. Experten von der Giga Information Group erwarten allerdings, dass die Anpassungsarbeiten mindestens sechs bis zwölf Monate in Anspruch nehmen werden. Sie rechnen daher mit einer vollständigen Lösung erst in einem Folge-Release. Das Beratungsunternehmen AMR Research empfiehlt den Siebel-Kunden außerdem, bei höheren Anforderungen an Datenanalyse auch weiterhin auf die Produkte von Drittanbietern zurückzugreifen.

Wie viel Geld Siebel für Nquire ausgegeben hat, wurde nicht bekannt. Das Softwareunternehmen wurde bereits 1997 gegründet und beschäftigt zurzeit über 50 Mitarbeiter. Mit seinen Produkten ist es aber erst seit Mitte 2000 am Markt.

Nach Ansicht von AMR wurde Siebel durch die Aktivitäten der Mitbewerber gezwungen, die funktionale Lücke zu schließen. Insbesondere das US-Softwarehaus Epiphany sowie die ERP-Anbieter hätten hier einen Vorsprung gehabt.

Eine mögliche Ausweitung des Softwareangebots nährt auch die Gerüchte, Siebel wolle den SCM-Experten i2 kaufen. Nach AMR-Informationen hat Siebel dies bereits dementiert. Die Berater sind außerdem der Meinung, dass dieser Zusammenschluss weder aus finanzieller noch aus kultureller Sicht Sinn ergeben würde.

Softwarepaket noch unvollständigAnders sehen das die Experten der Giga Information Group, die aus der Übernahme eine mächtige Software für die Bereiche Verkauf und Marketing, Produktion und Distribution sowie Entwicklung und Beschaffung entstehen sehen. Aber auch Giga räumt ein, dass das gemeinsame Softwarepaket noch immer unvollständig wäre. Die jüngste Vergangenheit hat allerdings mehrere überraschende Fusionen gebracht, zum Beispiel das von den meisten Analysten unverstandene Zusammengehen von Hewlett-Packard und Compaq sowie die Übernahme von Informix durch IBM.